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Förderverein schreibt an Kultusminister

16.07.2013, 01:24

Wernigerode (gw) l Das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode ist alles andere als unbesorgt in die Vorbereitungen für die Wernigeröder Schlossfestspiele (27. Juli bis 31. August) gegangen. Nur noch 2014, so der Plan des Kultusministeriums, soll der Klangkörper mit 341200 Euro gefördert werden - ein Jahr später soll diese Summe (bis 2019) in die Landesförderung des Nordharzer Städtebundtheaters fließen.

Wie wird es weitergehen? Uwe Heuck, Vorsitzender des Fördervereins Kammerorchester Wernigerode und somit Vertreter dieses privaten Gesellschafters, hatte in einem Brief an Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD) auf die unterschiedlichen Rechtsformen des Theaters und des Orchesters hingewiesen. "Das Philharmonische Kammerorchester ist ein gemeinnütziges privatwirtschaftliches Unternehmen und somit kein Träger im öffentlich-rechtlichen Sinne", schreibt Heuck. Weiter heißt es: "Wollen Sie unsere Gesellschaft ab 2015 zum Annex des Kommunalen Zweckverbandes Nordharzer Städtebundtheater reduzieren? Das ist weder rechtlich noch sachlich möglich."

Eine Einladung zu einem Gespräch ins Kultusministerium stehe bisher aus, so Heuck. "Wenn die Pläne so wie gedacht umgesetzt werden, kommt das einer Enteignung gleich", sagt der Vereinschef. Die Erwartung, dass sich das Orchester und das Theater unter einem Dach zusammenfinden, könne sich erst erfüllen, wenn beide eine Rechtsform hätten. Der Förderverein hatte sich 1994 gegründet. 130 Mitglieder zählt er heute. Im Orchester spielen 22 Musiker. Christian Fitzner ist Geschäftsführer und Dirigent.