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Herrndorf erneut für Buchpreis nominiert

10.02.2012, 04:22

Leipzig (epd) l Der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf ist erneut für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert worden. Der Hamburger Autor gehört mit seinem Thriller "Sand" zu den 15 Nominierten, die sich Hoffnungen auf einen der begehrtesten Auszeichnungen der Branche machen können, wie die Buchmesse gestern in Leipzig mitteilte.

In der Kategorie Belletristik fiel die Wahl der Jury zudem auf die süddeutsche Autorin Anna Katharina Hahn mit ihrem Liebesroman "Am Schwarzen Berg" sowie den Schriftsteller, Regisseur und Journalisten Thomas von Steinaecker mit "Das Jahr, in dem ich aufhörte, mir Sorgen zu machen, und anfing zu träumen".

Jury nominierte jeweils fünf Autoren und Übersetzer

Auch der in Berlin lebende Sherko Fatah mit "Ein weißes Land" und der Chemnitzer Jens Sparschuh mit "Im Kasten" gehören zu den Kandidaten.

Der Preis wird in diesem Jahr zum achten Mal in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung verliehen. Die siebenköpfige Kritikerjury nominierte dafür jeweils fünf Autoren beziehungsweise Übersetzer. Der Preis ist mit insgesamt 45000 Euro dotiert und wird am 15. März auf der Leipziger Buchmesse übergeben. Insgesamt wurden von den Verlagen 460 Titel eingereicht, hieß es.

Schwerpunkt der Messe ist Osteuropa

Bereits im vergangenen Jahr hatte es der in Berlin lebende Autor Herrndorf, der sich seit einigen Monaten in seinem Blog mit seinem tödlichen Gehirntumor auseinandersetzt, mit seinem literarischen Roadmovie "Tschick" auf die begehrte Liste geschafft. Letztlich gewann aber der österreichische Jungautor Clemens J. Setz für seinen Erzählband "Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes" den Preis.

Die Leipziger Buchmesse läuft vom 15. bis 18. März 2012. Schwerpunkt ist in diesem Jahr Osteuropa. Dabei sollen ausgewählte Schriftsteller aus Polen, der Ukraine und Belarus vorgestellt werden.