Einjährige Projektreihe in der Akademie der Künste Hommage an John Cage zum 100. Geburtstag
Berlin (dpa). Die Berliner Akademie der Künste widmet dem großen US-Musikrevolutionär John Cage (1912-1992) eine einjährige Projektreihe mit Ausstellungen, Musik- und Tanzprogrammen. Ein Höhepunkt wird im September der letzte Auftritt der legendären Merce Cunningham Dance Company in Deutschland sein. Die Truppe soll nach dem letzten Willen ihres Gründers Ende 2011 aufgelöst werden.
Anlass für die Hommage an John Cage sind der 100. Geburtstag des Künstlers im kommenden Jahr und die Teilsanierung des Akademie-Gebäudes im Berliner Stadtteil Tiergarten. Bei dem denkmalgeschützten Haus aus dem Jahr 1960 war in den vergangenen Monaten für 7,3 Millionen Euro vor allem der Wärme- und Brandschutz verbessert worden. Gestern abend sollte es feierlich wiedereröffnet werden. Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) nannte die von dem Plakatkünstler Klaus Staeck geführte Akademie einen "wichtigen Kompass" für unsere Kulturnation.
Die Akademie hat die Aufgabe, die Künste zu fördern und die Bundesrepublik in Sachen Kunst und Kultur zu beraten. Ihr gehören rund 400 hochkarätige Künstler aus Deutschland und dem Ausland an. Neben dem jetzt teilsanierten Haus am Hanseatenweg mit Ausstellungsräumen, Ateliers und Künstlerappartements gibt es die Zentrale am Brandenburger Tor.
Das Projektjahr zu John Cage unter dem Titel "A Year from Monday" startet mit drei Ausstellungen. Eine Halle mit Installationen, Zeichnungen und Filmen zeigt die Bedeutung des einflussreichen Komponisten für die Musik der Moderne. An den Positionen seiner Zeitgenossen und Wegbegleiter Merce Cunningham und Iannis Xenakis sollen weitere Entwicklungslinien deutlich werden.
Der in Los Angeles geborene Cage gilt als einer der weltweit einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, zudem war er "Erfinder" der Happeningkunst. Ein halbes Jahrhundert arbeitete er mit dem Choreografen Merce Cunningham zusammen.