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Am Sonnabend wird in Venedig die 54. Biennale eröffnet Lagunenstadt bietet ein Kunstspektakel der Superlative

01.06.2011, 04:33

Venedig (dpa). "Vorhang auf für die Kunst" heißt es ab Sonnabend wieder in der italienischen Lagunenstadt Venedig. Insgesamt 89 Länder werden dann bei der 54. Kunstbiennale mit eigenen Werken am Canal Grande vertreten sein. 83 Künstler aus aller Welt streiten im Park der "Giardini" und in den Hallen des "Arsenale" in einer internationalen Schau um den Goldenen Löwen. Leiterin des diesjährigen Kunstspektakels der Lagune ist zum ersten Mal die Schweizerin Bice Curiger – mit mehr als einer Neuheit.

So stellt die 62-jährige Kunsthistorikerin mit Jacopo Tintoretto (1518-1594) einen Alten Meister in den thematischen Mittelpunkt der zeitgenössischen Kunstschau. "Erstmals", behaupten italienische Medien. "Meine Idee war von Anfang an, von der Kunst auszugehen, und Tintoretto ist ein für seine Renaissance-Zeit revolutionärer Künstler. Einer, der Regeln bricht", erklärte Curiger dazu kurz vor Beginn der Biennale. Andererseits sind in diesem Jahr mehr als sonst zahlreiche junge Künstler mit von der Partie bei der weltweit renommierten Schau. "ILLUMInazione-ILLUMInations" heißt Curigers Motto. Gemeint ist damit nicht nur das Licht in der Kunst – wie etwa in den einbezogenen Werken Tintorettos -, sondern auch "Aufklärung", "Erleuchtung", "Intuition". "Erleuchtung" kann auch die Kuratorin des Deutschen Pavillons Susanne Gaensheimer gebrauchen bei der schwierigen Aufgabe, den auserwählten Künstler zu vertreten. Gaensheimer präsentiert eine Ausstellung über die Projekte des im vergangenen Jahr 49-jährig gestorbenen Christoph Schlingensief. Die Kunstbiennale bleibt bis zum 27. November geöffnet.