Magdeburg hat seine Königin Editha ( 910 bis 946 ) wieder. Aber die längere Abwesenheit hatte auch ihr Gutes : Nun steht unumstritten fest, dass es sich bei der Grabstätte im Chorumgang des Magdeburger Doms tatsächlich um die sterblichen Überreste der ersten Gemahlin Ottos des Großen handelt.

Die Engländerin auf dem deutschen Königsthron heiratete als 19-Jährige den Königssohn Otto. Der schenkte seiner jungen Frau seine Lieblingsresidenz, die Stadt Magdeburg. Editha soll Magdeburg sehr geliebt haben, da sie durch dessen Lage an ihre Heimatstadt Winchester erinnert wurde.

Vielen Historikern gilt das englisch-deutsche Herrscherpaar als das vielleicht mächtigste in der deutschen Geschichte. Und viele sehen in ihm auch ein Traumpaar, da der vermutlich aus Machtkalkül geschlossenen Ehe eine Zeit der Liebe zwischen Editha und Otto folgte. Nach dem frühen Tod Edithas trauerte Otto lange um seine Frau. 951 heiratete er Adelheid von Burgund, die Witwe Lothars von Italien. 962 wurde Otto zum ersten Kaiser des Heiligen Reiches Deutscher Nation gekrönt. Er starb im Jahre 973. Die enge Verbindung zu Magdeburg pflegte er sein ganzes Leben.

Die Grabstätten Edithas und Ottos befinden sich nur wenige Meter voneinander entfernt, im Magdeburger Dom. (rpr)