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Ausstellung in Dresden versammelt erstmals Meisterwerke von Caspar David Friedrich und seinen Künstlerkollegen Manet, Menzel, Goya - Europas Romantik und Moderne

11.03.2013, 01:25

Dresden (dpa) l Goya und Delacroix treffen auf Manet, Menzel und Cézanne: Europas Romantiker und ihre Einflüsse auf die Kunstentwicklung seit 1800 zeigt eine Ausstellung in Dresden. Dabei sind die hier bewahrten Meisterwerke des deutschen Malers der Romantik, Caspar David Friedrich, erstmals gemeinsam mit denen seiner europäischen Künstlerkollegen des frühen 19. Jahrhunderts zu sehen. "Die Erschütterung der Sinne" (16. März bis 14. Juli) zeugt auch davon, wie ihr Schaffen Künstler bis in die Gegenwart inspiriert hat - von Paul Cézanne bis Gerhard Richter.

Museumsdirektor Ulrich Bischoff und der belgische Maler Luc Tuymans bilden ein seltenes Kuratorenteam. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso ist Schirmherr der Schau, die 76 Arbeiten von 16 Künstlern vereint. Zehn davon stammen aus dem Bestand der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, zu denen die Galerie gehört. Bedeutende Kunstwerke kommen aus den großen Museen der Welt und aus Privatsammlungen. Per Kirkeby, Jeff Wall, David Claerbout, Gerhard Richter und Tuymans schufen Neues.

John Constable, Eugène Delacroix, Caspar David Friedrich und Francisco de Goya haben die Kunst der Moderne an der Schwelle zum 19. Jahrhundert geprägt und die Epoche der Romantik in Europa wesentlich mitgestaltet, wie Bischoff erklärte. "Ihre Meisterwerke dienen nachfolgenden Künstlergenerationen bis in die Gegenwart als Inspirations- und Anschauungsquellen." Das werde mit Gemälden von Paul Cézanne, Adolph Menzel, Édouard Manet, Mark Rothko oder Gerhard Richter illustriert.

Die Ausstellung solle zeigen, dass das Museum eine Geburtsstätte für neue Kunst ist. Es ist ein Vorschlag für die künftige Sammlungspolitik im Haus der Moderne - quasi sein Abschiedsgeschenk. Denn der Kunsthistoriker verlässt das Haus nach fast 20 Jahren als Direktor, er geht in den Ruhestand.