Magdeburg l Binnen weniger Stunden hat die Band Rammstein ihre Tickets für Stadion-Tour 2019 an den Mann gebracht. Ein offizielles Statement der Band zum offiziellen Kartvorverkauf am Donnerstag (8. November 2018) gibt es zwar noch nicht, aber auf der Ticket-Plattform Eventim gehen die Interessenten mittlerweile mit leeren Händen aus - Zumindest bei den zehn Konzertterminen in Deutschland, unter anderem in Berlin, Rostock oder München. Laut einem Online-Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), seien nach Angaben eines Sprechers von Eventim bereits wenige Stunden nach Verkaufsstart um 10 Uhr alle Karten für die deutschen Termine vergriffen gewesen.

Aufgrund des großen Andrangs schob die Band sogar während des Verkaufs noch Zusatzkonzerte nach und gab die Tickets zum Beispiel für den 9. Juni 2019 im Olympiastadion München sofort frei. Selbiges gilt für eine weiteres Konzert in Wien. Wer doch noch unbedingt zum Rammstein-Konzert möchte, kann mittlerweile nur noch über die Grenzen Deutschlands hinaus fündig werden. Für Barcelona, Kopenhagen, Milton Keynes, Chorzów (Polen), Moskau, Sankt Petersburg, Riga, Tampere sowie Wien gibt es noch Karten (Stand: 16.30 Uhr).

Laut Medienberichten brach zeitweise sogar die Verbindung zu Eventim ab - mehrmals. Der enorme Andrang sollte allerdings eigentlich keine Überraschung sein. Bereits bei den vorangegangenen Konzerten in den letzten mehr als 20 Jahren der Bandgeschichte, sorgten die Ticketverkäufe von Rammstein - zeitweise über ihren eigenen Rammstein-Shop - immer wieder für Ärger im Netz. Serverausfälle und ewige Warteschlangen prägten schon oft das Bild. Das spiegelt sich auch im Netz wieder: "Toller scheiß, da hängste erst ewig in der Warteschleife, dann erwischst du noch Karten für den Innenraum und kurz vor dem Bezahlen hängt sich der Server auf...", schreibt User "Niko-Lausi" unter einen Beitrag auf der Rammstein-Facebook-Seite. Manuela Betty kommentiert: "Seit 10 Uhr für Berlin, nach 80 Minuten ausverkauft. Es kotzt einen nur noch an." Ein User bezeichnet den Kartenverkauf als Glücksspiel, andere haben sich im Vorfeld eine Strategie überlegt, so viele Geräte wie möglich gleichzeitig zu bedienen.

Die Tatsache, dass Rammstein seine Tickets seit einiger Zeit nicht mehr in den freien Verkauf gibt, um möglichen Schwarzhändlern den Verkauf zu erschweren, leistet ihren Beitrag dazu. Alle Karten mussten bei der Bestellung personalisiert werden, was oftmals Zeit kostete und die Leute lange auf der Internetseite verweilen ließ. Dazu gab es wieder die bekannten Warteschlangen, in denen die Nutzer teilweise Stunden verbrachten. Es konnten dann zwar Karten ausgewählt werden, aber sie wurden nicht in den Warenkorb gelegt - stattdessen gab es auch dort eine Warteschleife.

Und das alles irgendwie umsonst: Schon nach wenigen Stunden tauchten die ersten Karten auf Ticketplattformen wie VIAGOGO auf, obowhl die Band ausdrücklich davon abrät, gibt es auch dort schon Nachfrager, wie Warteschlangen verdeutlichen. Dort werden die Karten für mehrere hundert Euro gehandelt, der offizielle Verkauf ging bis zu einem Wert von 120 Euro. Auf Ebay verlangt ein Anbieter für eine Karte für das Konzert in München 380 Euro.