Rapper RZA ist wieder der Mann mit den Eisenfäusten
Berlin - "Meine Aufgabe bestand darin, Frieden zu finden, mein Chi wiederzuerwecken und für meine Sünden zu büßen", meint der Schmied Thaddeus (RZA), der des ewigen Kämpfens müde ist.
Doch daraus scheint nichts zu werden - höchstens aus der Buße, denn nach einer wüsten und brutalen Schlägerei landet er in einem Fluss, den er halb tot in die Ungewissheit hinabtreibt.
"The Man With The Iron Fists" hieß das an Quentin Tarantino angelehnte Regiedebüt des multitalentierten Rappers RZA (Wu-Tang Clan), der in der Fortsetzung erneut in die Rolle des begnadeten Schmieds mit den Eisenfäusten schlüpfte, dem einst die Arme abgeschlagen wurden und dessen WAffen den Tod bringen.
Jetzt ist "The Man With The Iron Fists 2" auf DVD und Blu-ray erschienen. Ein bunter - im China des 19. Jahrhunderts angesiedelter - Mix aus Italo-Western und Rap-Musik, Morricone und Martial Arts - blutig gewürzt mit brutaler Gewalt und weisen Sprüchen: "Auch die längste Reise muss immer mit einem ersten Schritt beginnen."
Die Regie hat RZA diesmal Roel Reiné überlassen - mit Produktion, Drehbuch und Hauptrolle hatte der einflussreiche Rapper aber auch diesmal reichlich zu tun, auch wenn er nach seinem Sturz in den Fluss erst einmal 30 Minuten verschwunden bleibt.
Das aber gibt Reiné Gelegenheit, sich intensiv um sadistische Minenbesitzer, geknechtete Arbeiter, schöne Frauen und verängstigte Dorfbewohner zu kümmern, die gegen ihren Tyrannen aufbegehren. Dabei steht vor allem die kunstvolle Inszenierung gnadenloser Martial-Arts-Kämpfe im Mittelpunkt. Russell Crowe ist diesmal nicht dabei.
Das große Vorbild Tarantino wird zwar auch in Teil 2 nicht erreicht, aber unterhaltsam - wenn auch ziemlich, ziemlich brutal - ist "The Man With The Iron Fists 2" auf jeden Fall.