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Theater im Harz plant 15 Konzerte

04.06.2013, 01:18

Von Hans Walter

Halberstadt l Das neue Spielplanheft des Nordharzer Städtebundtheaters ist grün - wie die Farbe der Hoffnung. Unter dem selbstermunternden Motto "Das Spiel geht weiter!" stellte die Leitung gestern die neuen Projekte für 2013/2014 vor. Insgesamt kommen sieben Opern und Operetten, sechs Produktionen des Schauspiels, vier Ballett-Inszenierungen und 15 große Konzerte zur Aufführung.

Erster Höhepunkt des Musiktheaters wird - nach der gleichnamigen Ballett-Inszenierung von 2012 - die Oper "La Bohéme" in italienischer Sprache im Oktober. Im November erinnert die Operette "Ball im Savoy" an den 1933 ins Exil getriebenen Komponisten Paul Abraham. Die Mozart-Oper "Don Giovanni" kommt im Februar in einer Koproduktion mit dem bayrischen Gut Immling im Chiemgau heraus. "Nirgendwo ist Oper schöner", schrieb die "Süddeutsche Zeitung" über das dortige Musikzentrum. Sie erlebt ihre Premiere in der Landesbühne Sachsen-Anhalt in Eisleben. Sparten- und theaterübergreifend auch "Die Dreigroschenoper" von Brecht/Weill in Kooperation mit den Schauspielern aus Eisleben im März.

Uraufführung eines Stücks über Alexander Kluge

Im Ballett eröffnet der dreiteilige Abend "Triptychon" im September mit zwei Choreografen-Handschriften den Reigen, bevor im November das klassische Familienballett "Schneewittchen" die Weihnachtssaison einleitet. Im Februar stemmt das Ensemble ein ganz großes Projekt mit "Giselle", live vom Orchester begleitet.

"Antigone" von Sophokles ist für das Schauspielensemble im Oktober die erste große Herausforderung. Mit der Uraufführung "Alexander Kluge - Hoffnung und Widerstand" von Sebastian Fust, aufgrund von Kluges Wurzeln eigens für Halberstadt geschrieben, schließt sich im November gleich die nächste an. "Der kleine Prinz" nach Saint-Exupéry, ebenfalls im November, und das Jugendstück "Tschick" nach dem Kult-Roadmovie von Wolfgang Herrndorf im Januar sorgen für philosophische Unterhaltung ebenso wie für Freuden der jungen Generation. Die Reihe "Dialog:" setzt an vier Abenden die "Text:"-Veranstaltungen im intimen Zuschauerdisput fort.