Dschungelcamp 2026 Nach Ofarims Entschuldigung: Stadt Leipzig und Anwalt melden sich zu Wort
Gil Ofarim hat sich im Dschungelcamp erstmals ausführlicher zum Davidstern-Skandal geäußert und sich bei den Leipzigern entschuldigt. Doch die Stadt reagierte zurückhaltend. Ofarims Anwalt spricht von einem "Maulkorb".

Magdeburg/Halle (Saale). - Am zwölften Tag im Dschungelcamp hat sich Gil Ofarim nun doch noch zum sogenannten Davidstern-Skandal geäußert. Überraschenderweise brachte der Musiker eine Entschuldigung hervor, was viele Ibes-Fans schon seit Camp-Beginn erwartet hatten. Die fiel allerdings etwas anders aus, als viele gehofft hatten.
Lesen Sie auch: Dschungelcamp-Schock! Gil Ofarim stürzt bei Prüfung - Sanitäter müssen eingreifen
Gil Ofarim im Dschungelcamp: erste Entschuldigung an Tag zwölf
Der Entschuldigung vorausgegangen war ein Spiel unter den Teilnehmern der diesjährigen Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!". Dabei mussten die Camper den anderen Promis Tier-Trophäen überreichen, die zum jeweiligen Star passen. Stephen Dürr entschied sich bei Gil Ofarim für ein Chamäleon und verwies dabei auf den Hotel-Vorfall 2021 in Leipzig.
Dürr sagte, er selbst habe in Leipzig ein großes Netzwerk, da er sieben Jahre in der Stadt "In aller Freundschaft" gedreht habe. "Ich glaube, dass es nicht gut ist, dass du meiner Meinung nach wie ein Chamäleon agierst, weil du eine extreme Erwartungshaltung nach draußen gesendet hast", so der Schauspieler. "Es ist Lieferzeit. Er muss liefern", weitete Dürr seine Aussage im Dschungeltelefon aus.
Auch interessant: "Das wäre eine Bombe": Kann Gil Ofarim sich die Dschungelkrone sichern?
Was folgte, war eine Entschuldigung seitens Ofarims. "Der Vorfall ereignete sich in Leipzig, aber der Vorfall und alles das, was ich dazu sagen darf, hatte nie etwas mit der Stadt Leipzig zu tun. Es hatte nie etwas mit dem Bundesland Sachsen zu tun." Es sei nicht seine Intention gewesen, die Bürger zu verletzen, so Ofarim.
Inzwischen hat die Stadt Leipzig nach MDR-Recherchen seine Entschuldigung zur Kenntnis genommen. Man tue sich jedoch schwer, diese auch zu akzeptieren, heißt es.
Zuschauer-Reaktion nach Entschuldigung von Ofarim fallen negativ aus
Die Zuschauer warten also weiterhin vergeblich darauf, dass sich Ofarim während des Dschungelcamps öffentlich bei dem Hotelmitarbeiter entschuldigt. Viele fragen sich, warum er nicht einfach redet.
Dazu nahm Ofarims Anwalt Alexander Stevens nun in einem Livestream Stellung. Er sagte, dass sie als Anwälte Ofarim einen "Maulkorb verpasst" hätten, wie unter anderem t-online berichtet. Ein solch "hochkomplexer, juristischer Sachverhalt" gehöre nicht in den Dschungel.
Zudem machte er deutlich, dass Ofarim dem Hotelmitarbeiter ein Schmerzensgeld in Höhe von 40.000 Euro in Aussicht gestellt habe.
Lesen Sie auch: "An Bigotterie kaum zu überbieten": Das sagt der Anwalt von Ibes-Teilnehmer Gil Ofarim
Auf Instagram hatten die Zuschauer ihrem Unmut in den vergangenen Tagen Luft gemacht. "Sorry, das war an Lächerlichkeit auch gar nicht mehr zu überbieten. Da wird man echt sauer", heißt es beispielsweise in den Kommentaren zu der Entschuldigung.
Auch der Influencer und Ex-Bachelor Andrej Mangold findet Ofarims Aussagen komisch. Er sagte: "Wieso kommt dann im Anschluss eine Entschuldigung an Leipzig und Sachsen? Bin maximal verwirrt, welche Wahrnehmung er hat."
Gil Ofarim: Davidstern-Skandal erschütterte ganz Deutschland
Zum Hintergrund: 2021 beschuldigte Gil Ofarim einen Mitarbeiter eines Hotels in Leipzig, ihn aus antisemitischen Gründen abgewiesen zu haben. Er behauptete in einem viral gegangenem Video, seine Davidstern-Kette offen getragen zu haben.
Auch interessant: "Der schlachtet den Namen aus": Freund von Gil Ofarims Vater kritisiert Ibes-Kandidaten
Videoaufnahmen und Zeugenaussagen ergaben jedoch ein anderes Bild und lieferten keine Beweise für den entsprechenden Vorfall. Die Empörung in Deutschland war riesig.
In einem Strafverfahren wegen Verleumdung und falscher Verdächtigung räumte Ofarim 2023 ein, dass die Vorwürfe gegen ihn zutreffen. Gegen Zahlung einer Geldauflage wurde das Verfahren eingestellt.