Horrorfilm

Haunted-House-Thriller „Malasaña 32“

Spanien in der Franco-Zeit: Eine Familie zieht vom Land in die Großstadt auf der Suche nach dem großen Glück. Wird sie es finden?

Von Matthias von Viereck, dpa
Was ist los im Haus an der Malasaña 32 in Madrid?
Was ist los im Haus an der Malasaña 32 in Madrid? -/Studiocanal Filmverleih/dpa

Berlin - Es gibt ein paar im Horrorgenre verlässlich wiederkehrende Motive. Da sind die urplötzlich von einem bösen Dämon oder Ähnlichem besessenen (Klein-)Kinder. Da sind die unheimlichen Clowns oder Puppen, die mal sprechen können und mal auch nicht.

Und, und darum kommt eigentlich fast kein Gruselstück wirklich herum: Da sind all die bösen und angstmachenden Häuser, die ihre Hinterhältigkeit gar nicht immer unbedingt gleich auf den ersten Blick (oder mittels markerschütternd quietschender Türen) offenbaren.

Auch in aktuellen Werken der unheimlicheren Art spielen Häuser eine nicht eben kleine Rolle; so etwa im jüngst bei Netflix gestarteten „The Woman in the Window“, in dem Anna Fox (Amy Adams) ihr Haus wegen einer psychischen Störung nicht mehr verlassen kann.

Um ein Haus geht es auch in einem Film, dessen ursprünglich geplanter Start coronabedingt verschoben worden war. Regisseur Albert Pintó, der Spanier ist 35, nimmt uns in „Malasaña 32 - Haus des Bösen“ mit in das Jahr 1976, in das Spanien der Franco-Zeit: Es geht um die Familie Olmedo. Diese zieht es aus einem Dorf hinein in die spanische Hauptstadt Madrid. Man hofft, dass sich dort Glück und Zufriedenheit eher einstellen als auf dem Land: „Wir werden hier wie Könige leben!“.

Die sechsköpfige Familie entscheidet sich für ein stattliches Apartment in der begehrten Calle de Manuela Malasaña, 32. Bald indes müssen die Olmedos erfahren, dass hier irgendwas nicht in Ordnung ist, dass ihnen vor dem Kauf etwas Wichtiges verheimlicht wurde. Das „Böse“ hat sich - der deutsche Film-Titel verrät es bereits - eingenistet in diesem Haus.

In seinem zweiten abendfüllenden Spielfilm (eine spanisch-französische Koproduktion) bezieht sich Regisseur Pintó auf wie es heißt „wahre Begebenheiten“, die sich in den 1970er Jahren im Madrider Stadtteil Malasaña zugetragen haben sollen. Viele Spanier sollen in dieser Zeit ihr Glück in den Großstädten gesucht haben.