Rostock (dpa) - Lachs, Gemüse, Weintrauben, Melone - das Ganze zu einem Eisblock gefroren: Dem Eisbären Fiete und seiner Mutter Vilma sind am Donnerstag im Rostocker Zoo besondere Geburtstagstorten serviert worden.

Knapp 100 Besucher waren extra zu früher Stunde in den Zoo gekommen. Genau vor einem Jahr war Fiete geboren worden. Aus dem wenige Hundert Gramm schweren und meerschweinchen-großen Winzling ist inzwischen ein stattlicher Eisbärenjunge geworden. Seine Geburt hatte für weltweite Schlagzeilen gesorgt, auch weil Fiete ein Halbbruder des berühmten Berliner Eisbären Knut ist.

Wie Zookuratorin Antje Zimmermann sagte, wiegt Fiete inzwischen etwa zwei Zentner. Er ist ein großer, kräftiger Bärenjunge, sehr mobil und unternehmungslustig. Er kenne keine Scheu und traue sich alles zu. Neben zwei bis drei Kilogramm Fisch, Rindfleisch und Obst gibt es aber immer noch ein bisschen Muttermilch. Zum einjährigen Geburtstag hat die Rostocker Autorin Karolin Köhn das Kinder-Buch Fiete, der Abenteurer geschrieben.

Fiete und Vilma sowie Oma Vienna werden noch bis Ende kommenden Jahres in Rostock bleiben. Dann wird die alte Bärenburg abgerissen und die Bauarbeiten für das neue, knapp zehn Millionen teure Polarium beginnen. Dort werden künftig Eisbären und Pinguine leben. Wohin die Bären gebracht werden und ob eines der Tiere wieder zurückkommt, werde von den Fachleuten des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) entschieden, sagte eine Zoosprecherin.

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