Berlin (dpa) - Er ist ein Mann der Rekorde: Was der kanadische Musiker Drake in den letzten Jahren angefasst hat, wurde zu Gold. Mit seinen zwischen R&B und Hip-Hop angesiedelten Songs ist er einer der ganz Großen im Musikgeschäft geworden. Heute wird er 33.

2016 war Drake Spotifys meist gestreamter Künstler mit 4,7 Milliarden Streams. Einen Weltrekord stellte er mit seinem Album "Scorpion" (2018) auf, das innerhalb von 24 Stunden 132 Millionen Mal bei Spotify und 170 Millionen Mal bei Apple Music gestreamt wurde. Und in diesem Jahr räumte Drake mal eben 12 Billboard Music Awards ab.

Das zahlt sich aus: Mit einem geschätzten Jahreseinkommen von 75 Millionen Dollar rangiert er in diesem Jahr beim Wirtschaftsmagazin "Forbes" auf Platz drei der bestbezahlten Hip-Hop-Künstler. Auf die hohe Kante aber legt er das Vermögen nur bedingt.

Vor kurzem gönnte sich der Rap-Superstar einen Privatjet, den er auf den Namen Air Drake taufte. Angeblich hat er irgendetwas zwischen 75 Millionen Euro und 220 Millionen Dollar bezahlt.

Als Sohn eines schwarzen Musikers und einer jüdischen Mutter wurde Aubrey Drake Graham am 24. Oktober 1986 in Toronto geboren. Die Eltern ließen sich allerdings scheiden, als er fünf Jahre alt war. Drake wuchs bei seiner Mutter auf, hat aber auch zu seinem Vater noch ein gutes Verhältnis.

In der Schule war er als schwarzer Jude unter lauter weißen reichen Kids ein Außenseiter. "Ich ging mit Kindern zur Schule, die in Privatjets flogen. Ich passte nie rein. Ich wurde nie akzeptiert", sagte er dem "Guardian".

Das änderte sich, als er im Jahr 2001 eine Rolle in der TV-Serie "Degrassi: The Next Generation" bekam. "Es gab ein Kind in meiner Klasse, dessen Vater ein Agent war", sagte Drake einmal. "Und der meinte: 'Wenn es jemanden in der Klasse gibt, der dich zum Lachen bringt, lass ihn für mich vorsprechen'. Nach dem Vorsprechen wurde er mein Agent."

In der Serie spielte Drake den Basketball-Spieler Jimmy, der all seine Hoffnungen auf eine Profikarriere schlagartig begraben musste, als er im Rollstuhl landete, nachdem auf ihn geschossen wurde. 2008 war dann allerdings Schluss für Drake.

Während seiner "Degrassi"-Zeit verfolgte Drake auch eine Musikkarriere. Sein erstes Mixtape hatte er bereits 2006 veröffentlicht. Musik war in seiner Familie schon immer präsent gewesen. Sein Vater war Schlagzeuger bei Jerry Lee Lewis und sein Onkel spielte Bass für Sly and the Family Stone und Prince.

Mit seinen Mix-Tapes hatte sich Drake zwar inzwischen in der Rap-Szene einen Namen machen können, aber seine Zukunft stand noch auf ziemlich wackeligen Beinen. Da veränderte ein Telefonanruf sein Leben. Am Ende der Leitung war Rap-Star Lil Wayne, der Drake für seine Tournee engagieren wollte.

Die Würfel waren gefallen: 2010 erschien schließlich Drakes Debütalbum "Thank Me Later" das in Kanada und den USA Platz eins der Charts erreichte und mit Platin ausgezeichnet worden. Seitdem ist Drake aus den Charts nicht mehr wegzudenken, der inzwischen fünf Nummer-eins-Alben veröffentlicht hat.