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TraditionsveranstaltungWinterschwimmer springen in den Arendsee

Die „Saunis vom Arendsee“ feiern ihren 20. Geburtstag. Dazu gratulierten 60 Winterschwimmer. Gemeinsam ging es ins vier Grad kalte Wasser.

Von HELGA RÄßLER 22.01.2024, 06:45
Über 60 Eisbader aus der Altmark, aus Berlin, Brandenburg, Genthin, Wittenberge und Rostock hatten beim 20. Winterbadetag am Arendsee im vier Grad „warmen“ Wasser viel Spaß.
Über 60 Eisbader aus der Altmark, aus Berlin, Brandenburg, Genthin, Wittenberge und Rostock hatten beim 20. Winterbadetag am Arendsee im vier Grad „warmen“ Wasser viel Spaß. FOTO: Helga Räßler

ARENDSEE. - 20 Jahre „Saunis vom Arendsee“, und alle Eisbader gratulierten: die Gardeleger Eisspringer, die Tangermünde Wasserplumpser, die Samsbader aus Samswegen, die Wittenberger Delfine, die Brandenburger und Berliner Eisbären, die Rostocker Seehunde, die Cumloser Brackratten und die Frostigen Koalas aus Kade bei Genthin.

Als Jüngste von allen sprang die achtjährige Maya aus Berlin ins Wasser, die bei den Großeltern in Cumlosen Ferien machte. Ältester der Saunis ist Otto Kern aus Salzwedel, der mit 85 Jahren eine gute Figur machte. Bei den Gastgebern ist Tabea Schumacher mit 32 Jahren die jüngste Winterschwimmerin. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das ungewöhnliche Badespektakel vom Ufer aus und bewunderten die bunt kostümierte Schar. Von den Zuschauern entschlossen sich spontan einige Kinder für einen Sprung ins kalte Nass.

Urmutter aller Eisbader geehrt

Bevor es aber ins vier Grad „warme“ Wasser ging, gab es eine besondere Ehrung für die Urmutter aller Eisbader - Sauni-Chef Uwe Walter überreichte der 81-jährigen Christine Meyer eine Ehrenurkunde und eine Erinnerungs-CD mit Fotos aus 20 Jahren. Denn Christine Meyer hatte als passionierte Saunagängerin ihre Freunde und Bekannten animiert, mit ihr auch außerhalb der Saunazeiten im See zu schwimmen.

Von Anfang an mit dabei sind Uwe Walter, Gabi Kersten, Holger Löttel, Otto Kern, Renate Dallmann, Petra Zelfel, Hansi Hildebrandt, Kalle Brandt und Brigitte Ciechoradzki. Im Januar 2004 fand der erste Eisbadetag an der Wanderrast statt. Später wurde umzogen zum Strandbad. Doch dort war den Saunis das Wasser zu flach. Seit fast zehn Jahren ist der Tauchclub das Stammdomizil.

Dort erwärmten sich die Winterschwimmer mit einer dynamischen Gymnastik zur Musik, die DJ Paul Goyer auflegte. Auf das Kommando von Uwe Walter hin stürmten Gastgeber und Gäste ins Wasser. Viele gingen mehrmals schwimmen. Als Neuling war Conny Hinze mit von der Partie und schwärmte: „Es ist einfach herrlich, wenn es im ganzen Körper anfängt zu kribbeln - und wenn man sich später wieder an Land aufwärmt! Sie kam zusammen erst im Herbst zusammen mit Tabea Schumacher zu den Saunis. Beide genießen ihr gesundes Hobby und das gemeinschaftliche Erlebnis.

Unter der Regie von Petra Zelfel als ABBA-Mamamia-Girl (links) erwärmten sich die Teilnehmer bei der Gymnastik zu Diskoklängen von DJ Paul Goyer.
Unter der Regie von Petra Zelfel als ABBA-Mamamia-Girl (links) erwärmten sich die Teilnehmer bei der Gymnastik zu Diskoklängen von DJ Paul Goyer.
Foto: Helga Räßler

Nach dem Baden gab es Erwärmungsmöglichkeit in einer mobilen Sauna oder am Bratwurst- und Glühweinstand der Freiwilligen Feuerwehr Arendsee und ihres Fördervereins. Anschließend ging es zum Kaffeetrinken ins „Seglerheim“ nebenan.

Abends war noch einmal Baden angesagt in trauter Runde. Abschluss des 20. Geburtstages war ein Gulaschessen im Tauchclub.

Jeden zweiten Sonntag wird nun bis zum Saisonende im Mai an der Kaskade gebadet. Anfang Mai geht es wieder nach Warnemünde, wo zusammen mit den Rostocker Seehunden und vielen Gleichgesinnten abgebadet wird. „Dann wird uns nämlich das Wasser zu warm“, betont Uwe Walter.