Burg l Mit einem Appell für eine weltoffene und friedliche Stadt Burg haben gut 150 Bürger am Sonnabendnachmittag ein klares Bekenntnis gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus. In der Petri-Kirche und auf dem Rolandplatz hatten sie sich zusammengefunden, um ein Signal gegen eine parallel verlaufende angemeldete und genehmigte Kundgebung auszusenden, die  gegen „Asylmissbrauch“ mit einem Demonstrationszug durch die Burger Innenstadt Front machen wollte. Die Würde des Menschen sei unantastbar. Das gelte für jeden.

Die Polizei hatte starke Kräfte in Burg zusammengezogen, um die von einer Privatperson angemeldete und von der Partei „Die Rechte“ logistisch unterstützte Kundgebung abzusichern. Rund 130 Teilnehmer, unter anderem aus Burg, Genthin, Stendal und Magdeburg, nutzten das Recht auf Demonstrationsfreiheit, um lautstark ihre gegen Ausländer und Flüchtlinge in Deutschland gerichteten Positionen kundzutun. Teilnehmer skandierten „Stopp dem Asylmissbrauch“ und „kriminelle Auslänmder raus!“.

Der Zug war kurz nach 13 Uhr am Bahnhof gestartet. Über die Friedens- und die Bebelstraße ging es weiter über die Oberstraße in die Brüderstraße. Am Markt forderte ein Redner bei einem Zwischenstopp, die Abschiebung aller Flüchtlinge.

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Ohne Vorkommnisse

Nach Einschätzung der Polizei gab es keine nennenswerten Vorfälle im Zusammenhang mit beiden Veranstaltungen. Die Route für die Rechten-Demonstration war so gewählt worden, dass beide Gruppen nicht aufeinander treffen konnten. Als der Zug lautstark in die Brüderstraße einbog, riefen Teilnehmer der nahen Kundgebung am Rolandplatz „Nazis raus!“.

Für die Kundgebung gegen Asylmissbrauch hatte die Kreisverwaltung als zuständige Behörde eine Genehmigung bis 20 Uhr am Sonnabend erteilt.