Burg l Vierbeiner sollen – ähnlich wie in Magdeburg – auch in Burg ausgiebig toben und spielen können, ohne dass Herrchen oder Frauchen sie an der Leine halten müssen. Nachdem es in den vergangenen Monaten immer wieder Beschwerden über Hundekot und die Nutzung der neu gestalteten Parkanlagen auch für Hundehalter gab, hat die Stadt sich entschieden, eine zusätzliche Alternative zu schaffen.

Areal nahe des Stadtgebietes

Strittig war nur der geeignete Platz. Die Möglichkeit, die Kolkwiesen in Richtung Siedlung dafür zu nutzen, wurde wieder verworfen. Grund: Das Areal ist klein gegliedert und die Wohnhäuser befinden sich in unmittelbarer Nähe. Hier wären Konflikte vorprogrammiert.

Als nahezu ideal biete sich nach Ansicht von Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) das weiträumige Gelände des Schlachthofes zwischen Blumenthaler Straße und Marienweg an. Zum einen, weil mit Renaturierung des ehemaligen Betriebsgeländes ohnehin eine Grünfläche verbunden sein muss, zum anderen auch, weil sich das Areal relativ weit von den Wohnhäusern entfernt, aber dennoch innerhalb des Stadtgebietes befindet.

Abfallbehälter und Zaun

„Wir haben uns intensiv damit auseinander gesetzt und sind der Auffassung, dass die Vorteile klar überwiegen“, so der Stadtchef. „Auch für Hundehalter, die mit dem Auto kommen wollen, gibt es keine Probleme.“ Während in manchen Großstädten solche Hundewiesen ohne Umzäunungen ausgewiesen werden, will die Stadt darauf nicht verzichten. Schon deshalb, weil sich im nördlichen Bereich die Eisenbahnhauptstrecke Berlin-Hannover befindet. Neben einem Zaun sollen auch Abfallbehälter aufgestellt werden.

Wann genau mit den Arbeiten für den etwa 11.000 Quadratmeter großen Hundeauslauf begonnen wird, ist noch offen. Jetzt müssten erst einmal die Investitionskosten beziffert und die Zustimmung des Landesverwaltungsamtes eingeholt werden. Dann wird das Thema wieder auf dem Tisch des Stadtrates landen – mit einer entsprechenden Beschlussvorlage. „Die Umsetzung ist so schnell wie möglich vorgesehen“, sagte Rehbaum.

Auch der Hundesportverein Burg findet den städtischen Vorstoß „sehr gut im Interesse vieler Hundebesitzer“, sagte der 1. Vorsitzende Wolfgang Koch. Gerade städtische Hunde würden somit „sozialisiert“. Das entbinde die Hundehalter allerdings nicht von ihrer Aufsichtspflicht.

Kleinere Einschränkungen

In der Regel kämen Hunde außerhalb der Leine auf neutralem Boden gut miteinander aus. Das sieht auch Stadtrat und ehemaliger Hundetrainer Frank Endert so. Er schränkt jedoch ein: „Man sollte seinen Hund aber schon genau kennen. Das ist eine Voraussetzung, um ihn frei laufen zu lassen.“

Mit kleineren Einschränkungen muss vielleicht gerechnet werden. So wird erwogen, durch eine Benutzerordnung beispielsweise zu den Ruhezeiten (zum Beispiel Mittag) den Platz zu schließen. In Burg sind derzeit 1680 Hunde gemeldet, so Vize-Bürgermeister Jens Vogler.