Burg/Berlin l Die weltgrößte Messe für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau, die Internationale Grüne Woche, öffnet am kommenden Freitag, 17. Januar, ihre Pforten. In Halle 23 auf dem Messegelände unter dem Funkturm ist wiederum das Bundesland Sachsen-Anhalt untergebracht, ein weiteres Mal wird dort auch der Landkreis Jerichower Land zu finden sein. Und das aus gutem Grund, wie Landrat Steffen Burchhardt (SPD) im Gespräch mit der Volksstimme erläuterte.

„Wir nehmen nicht an jeder Messe teil, sondern nur dort, wo wir ein Publikum erwarten, das man für unsere Region interessieren kann“, sagte Burchhardt. Das sei in Berlin der Fall. Allerdings auch nicht bei allen Besuchern. Die internationalen Messegäste oder auch die Besucherscharen, die aus ganz Deutschland in Bussen zum Messegelände gefahren werden, seien es nicht. „Wir kommen bei der Messe sehr viel mit Leuten aus der Region Berlin-Brandenburg in Kontakt“, sagte er. Das sei auch die Zielgruppe für einen Tagesausflug ins Jerichower Land. Es wäre wohl schwer, Menschen davon zu überzeugen, ihren Sommerurlaub in der Region zu verbringen, aber für eine Kurzreise sei sie hervorragend geeignet.

Kloster als Hauptattraktion

Und das vor allem aus zwei Gründen: das Wasserstraßenkreuz und das Kloster Jerichow. Über das Wasserstraßenkreuz ist jüngst ein neuer Flyer produziert worden, der dessen Einmaligkeit mit den unterschiedlichen Wasserstraßen und den verschiedenen Schleusen hervor hebt. „Das kann ein wahrer Besuchermagnet werden“, so der Landrat. Bereits ein Besuchermagnet ist das Kloster Jerichow mit seinen zahlreichen Veranstaltungen, etwa der Jerichower Sommermusik oder auch dem Jazz-Festival.

Was viele Besucher bedauern, scheint aber der Region in Sachen Interesse in die Karten zu spielen. Von der einstigen Verkostungsmeile, auf der die Besucher eine Weltreise mit dem Gaumen unternehmen konnten, hat sich die Grüne Woche zu einer Informationsveranstaltung gewandelt. Kulinarische Spezialitäten gibt es nach wie vor, zumeist müssen sie aber bezahlt werden, was auch zu einem veränderten Publikum geführt habe.

Jeden Tag ein anderes Unternehmen

Nur um Kostproben zu verteilen, wäre der Aufwand auch zu hoch, zumal Burchhardt die Präsenz auf der Messe sehr wichtig ist, allerdings auch in einem angemessenen Rahmen. „Um bei den vielen Ausstellern in den zahlreichen Hallen wahrgenommen zu werden, reicht es nicht, einen Meter Länge auf der Grünen Woche zu haben. So ist das Jerichower Land mit drei mal drei Metern vertreten, die Kreisverwaltung ist an allen Messetagen präsent, unterschiedliche Akteure stellen sich bis zum Messeende am Sonntag, 26. Januar, jeweils einen Tag vor.

Die Leinölmühle Parchen präsentiert sich und ihre Produkte gleich am ersten Messetag, 17. Januar. Der Geflügelhof Gentz ist am Sonnabend, 18. Januar, präsent. Die Bäckerei Delorme stellt sich am 19. Januar vor. Bürgermeister Jens Hünerbein gehört zu den Repräsentanten von Gommern am 20. Januar, außerdem stellen sich „Wir für Gommern“ mit Gurkenkönigin Ulrike I. sowie Justav und Justine und das Schloss Leitzkau vor.

Wasserburg Gommern vertreten

Die Imkerei Sperfeldt ist am 21. Januar in der Halle zu finden. Bürgermeister Kay Gericke und die Stenger Waffeln sind Botschafter von Biederitz am 22. Januar. Die Wasserburg zu Gommern kann am 23. Januar bewundert werden, seine vielfältigen Aktivitäten stellt das Kloster Jerichow am 25. Januar vor. Die Kreisstadt Burg ist am 26. Januar auf der Grünen Woche vertreten.

Das Jerichower Land ist an Stand 136 zu finden. Aus Richtung Halle 22 befindet er sich auf der linken Seite, zwischen dem Stand verschiedener Hochschulen und dem unterschiedlicher Firmen aus dem Landkreis Wittenberg.