Burg l Der Empfänger der Spende ist die Burger Tafel. Klaus Lange, Diakon der katholischen Pfarrei St. Johannes, hatte den Gottesdienst in den Ihlegärten geleitet und um Spenden für die Tafel gebeten. Zuvor hatte die katholische Gemeinde bereits für das Netzwerk Leben, eine Initiative des Bistums Magdeburg, gespendet.

Eine offizielle Übergabe des Spendenschecks werde es nicht geben, erklärte Nicole Speer, Projektkoordinatorin der Kirchen auf der Laga auf Nachfrage. Stattdessen soll das Geld direkt überwiesen werden – in diesem Fall an die Tafel in Burg.

Tafel sehr dankbar

Dort zeigt man sich schon vor Erhalt des Geldes sehr glücklich über die Nachricht: „Wir sind sehr dankbar, dass die Kollekte für unsere Tafel gedacht ist“, sagte Christoph Grothe, Vorstand des Diakonischen Werkes im Jerichower Land. Das Geld solle vor allem für das Kühlfahrzeug verwendet werden, mit dem die Lebensmittel in den Supermärkten eingesammelt werden.

„In Gerwisch gibt es zum Beispiel auch eine mobile Tafel. Das heißt, jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat hält das Fahrzeug an der Feuerwehr und gibt Lebensmittel aus“, erklärt Christiane Vibrans, Ansprechpartnerin für die Tafel in Burg. Für die Gerwischer sei diese mobile Tafel etwas Besonderes, in Burg werden wöchentlich Lebensmittel verteilt.

Das Kühlfahrzeug sei dabei täglich im Einsatz, von Burg bis Biederitz, um Lebensmittel abzuholen, die von Supermarktketten gespendet wurden, erklärt sie weiter.

Weiteres Fahrzeug geplant

„Wir haben ein Kühlfahrzeug für die Haupttouren, haben aber vor, noch ein weiteres Fahrzeug anzuschaffen“, sagt Grothe. Wenn das momentan einzige in Burg kaputt sei, herrsche „Land unter“. „Die Kühlkette darf nicht unterbrochen werden, sonst müssen wir die Lebensmittel als verdorben einstufen und entsorgen“, erklärt er die Problematik.

Generell sei die Tafel sehr auf Spenden angewiesen. Wer als Privatperson oder Unternehmer spenden möchte, kann sich direkt bei Christiane Vibrans melden und nachfragen, was die Tafel gebrauchen kann. „Von den Märkten bekommen wir frische Ware, brauchen aber Reserven. Deswegen nehmen wir gerne Nudeln, Reis oder Konserven, die sich lange halten“, sagt sie.

Anspechpartner vor Ort

Vormittags sei bis 14 Uhr immer ein Ansprechpartner vor Ort in der Grünstraße 2 in Burg, so Grohe. „Sollte mal niemand anzutreffen sein, die Lebensmittel bitte nicht vor der Tür abstellen“, rät er. Bei Regen und Sonne würden sie draußen nur verderben. Erreichbar ist Christiane Vibrans unter der Nummer 03921/2 56 65 61.