Hohenwarthe/Lostau/Schermen l Gemeindebürgermeister Bernd Köppen hofft auch in der neuen Wahlperiode von Gemeinderat und Ortschaftsräten „auf eine faire Zusammenarbeit“. Dies sei bisher so erfolgt und er wünsche sich auch für die kommenden fünf Jahre, dass im Mittelpunkt der Arbeit steht, „das Leben vor Ort zu gestalten“, sagte Köppen anlässlich der konstituierenden Sitzung des Ortschaftsrates in Hohenwarthe.

Hier stand – wie bei allen konstituierenden Sitzungen – die Verpflichtung der neuen Ortschaftsräte auf eine gewissenhafte Erfüllung der anstehenden Aufgaben auf der Tagesordnung. Außerdem wurden der neue Ortsbürgermeister und sein Stellvertreter gewählt. In offener Abstimmung wählten die Hohenwarther Räte Frank Winter (CDU) einstimmig erneut zum Ortsbürgermeister. Der schlug als seine Stellvertreterin Claudia Schmidt (SPD) vor, die ebenfalls alle Stimmen der anwesenden Ortschaftsräte auf sich vereinte. Winter erklärte, dass er das ihm entgegen gebrachte Vertrauen zu schätzen wissen. Er freue sich, scherzte er, „dass sich keiner getraut hat, gegen mich anzutreten“.

Wirbel um Kandidatur

In Lostau stand erneut Thomas Voigt (CDU) zur Abstimmung als Ortsbürgermeister. Er war zuvor von Christian Luckau, der für die FDP neu in Ortschaftsrat und Gemeinderat sitzt, gebeten, nicht für das Amt zu kandidieren. Luckau begründete das mit dem Paragrafen 33 des Kommunalverfassungsgesetzes. Darin ist festgehalten, dass jemand an einer Entscheidung als Ortschaftsrat nicht mitwirken darf, wenn der Beschluss ihm, seinem Ehepartner oder Verwandten einen unmittelbaren Vorteil bringt. Thomas Voigt sei als Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes, Mitglied im Personalrat der Gemeinde und Vorstandsmitglied des Fördervereins der Lostauer Feuerwehr davon häufig betroffen, argumentierte Luckau. Zudem sei seine Frau Vorsitzende des Heimatvereins. „Ich habe – nach Rücksprache mit der Verwaltung und dem Innenministerium Sachsen-Anhalts – auf die möglichen Schwierigkeiten hingewiesen, die sich aus dieser Zusammensetzung der Ämter und der Arbeit als Ortsbürgermeister ergeben würden“, sagte Luckau nach der Sitzung. Deshalb und auch, weil es junge Leute brauche, habe er Voigt gebeten, nicht zu kandidieren.

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Voigt wurde dennoch in geheimer Wahl mit vier Ja-Stimmen, bei einer Nein-Stimme und zwei Enthaltungen gewählt. Auf die Vorschläge für seinen Stellvertreter, Wolfgang Zachert und Nancy Wienke, entfielen vier Stimmen auf Zachert und drei auf Wienke.

In Schermen schlug Rolf Bock seinen Parteikollegen Marko Simon (SPD) zur Wiederwahl als Ortsbürgermeister vor. „Er hat bei der Wahl zum Ortschaftsrat die meisten Stimmen erhalten und ich habe die Hoffnung, dass er seine gute Arbeit fortsetzt“, sagte Bock.

Simon freut sich über Vetrauen

So wie Rolf Bock sahen es auch die vier anwesenden neuen Ortschaftsräte. Sie wählten Marko Simon einstimmig zum Ortsbürgermeister. „Ich stehe gern wieder zur Verfügung, denn die Arbeit macht mir Spaß“, betonte Simon. Allerdings stünden auch größere Aufgaben an. So laufe die Amtsperiode des Vorstands der Sportgemeinschaft Traktor Schermen aus und noch hätte sich niemand gefunden, der hier Verantwortung übernehmen will. Außerdem brauche die Ortschaft dringend mehr Feuerwehrleute. Als Stellvertreterin schlug Simon Petra Wittkowski vor, weil sie in der vergangenen Wahlperiode eine gute Arbeit geleistet habe. Sie wurde mit drei Stimmen gewählt.