Möser l Ob Möser oder Hohenwarthe, überall gibt es Flächen, die Investoren gern in Seniorenwohnparks oder Seniorenwohnanlagen umwandeln würden. Zwei prominente Beispiele gibt es in der Gartenstadt, wo die Abholzungen von Bäumen in beiden Fällen zu Entrüstung und Unverständnis geführt haben. Zu den beiden Projekten in Möser kommen noch ein Projekt in Hohenwarthe und eine Projektidee in Möser. Dabei gilt zumindest für drei der Projekte: Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen. Am Elbschlösschen in Hohenwarthe fehlt es der Lärmschutz, in Petzolds Wäldchen die korrekte Einstufung der Fläche und im Pietzpuhler Weg werden gerade die Weichen zum Flächennutzungsplan gestellt.

Antrag genehmigt

In unmittelbarer Nähe zum Bürgerzentrum, im Rudolf-Breitscheid-Weg, sieht es da schon anders aus. Wie der Vorsitzende der Volkssolidarität Sachsen-Anhalt, Michael Bremer, mitteilt, ist in die Planungen zur Errichtung eines Seniorenwohnparks nun wieder Bewegung gekommen. „Das Bauamt des Landkreises hat einen ersten Bauantrag nun genehmigt. Diese Genehmigung wurde mir am 25. Februar zugestellt. Eingereicht worden war der Bauantrag am 5. Juni 2018“, so Bremer, der sichtlich froh ist, dass es nun losgehen kann. Wurde doch schon geunkt, dass es nicht mehr lange dauern kann, bis die Fläche wieder so aussieht, wie vor ihrer Kahllegung. Mit dem Bau der Wohnanlage könnte also begonnen werden. Könnte. Wie Bremer erklärt, fehlt noch die Baugenehmigung für die Schallschutzwand. Hier gab es Nachbesserungsbedarf, weil das Bauwerk an der Grundstücksgrenze zur Cargo Logistik Rail Service liegt. Diese musste eine Baulast eintragen lassen, die eine Bebauung in einem Streifen von zwei Metern Abstand zur Schallschutzwand verhindert.

„Diese Eintragung ist bereits erfolgt, sodass ich täglich mit der Baugenehmigung für die Schallschutzwand rechne“, so Bremer weiter. Wenn auch diese vorliegt, werden aber nicht gleich die Bagger und Baufahrzeuge anrücken. „Wir möchten zunächst die Schallschutzwand errichten, die damit zu beauftragende Firma braucht aber einen Vorlauf von rund zwei Monaten zur Fertigung der großen Betonelemente. Wir planen einen Spatenstich aber noch in diesem Monat“, so der Vorstandsvorsitzende der Landesvolkssolidarität.

Baubeginn noch 2019

Für Bremer ist es ein optimistisches Weiterschauen und planen, bis hin zum Baubeginn, der definitiv noch in diesem Jahr erfolgen soll. „Bis zum Winter wollen wir die Rohbauten abgeschlossen haben. Der Innenausbau soll dann bis 2020 abgeschlossen sein“, heißt es weiter.

Damit auch alle Bürger und Senioren und deren Familien noch einmal einen Einblick in die Planungen erhalten, will Bremer eine öffentliche Informationsveranstaltung durchführen. In dieser soll nicht nur der Seniorenwohnpark an sich vorgestellt werden, sondern auch die einzelnen Wohnungen, deren Größen und die Preise. Ein konkreter Termin dafür ist noch nicht festgesetzt. Für Bremer ist es aber schon ein erfolgt, wenn die Schallschutzwand steht und die Bodenplatten gegossen sind.