Burg/Magdeburg l  Landrat Steffen Burchhardt und Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper haben die Erklärung unterzeichnet. „Das hat gar nicht wehgetan“, bemerkte Landrat Steffen Burchhardt (SPD) schmunzelnd, als er den Stift beiseite legte. Gerade eben hatten er und Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) in ihrer Funktion als Vorsitzende der Verwaltungsräte die öffentlich-rechtliche Erklärung zur Fusion der Sparkasse Jerichower Land und der Stadtsparkasse Magdeburg zur „Sparkasse MagdeBurg“ unterschrieben. Die am Montag unterzeichnete Erklärung gilt rückwirkend zum 1. Januar.

„Ich bin absolut überzeugt davon, dass das der richtige Weg ist“, sagte Burchhardt. Im Zentrum der Bemühungen auch der neuen Sparkasse lägen die Kunden, gleich danach die Mitarbeiter. Deren Zahl ist durch die Fusion von 400 auf 560 angewachsen, die Gesamtbilanzsumme beträgt knapp vier Milliarden Euro. Davon verspricht sich Burchhardt auch einen Schub für die Wirtschaft.

Wirtschaft soll profitieren

Die Sparkasse Jerichower Land hatte eine Bilanzsumme von rund einer Milliarde Euro. „Je geringer die eigene Bilanzsumme ist, desto weniger geht man ein Einzelrisiko ein, da sind uns Geschäfte durch die Lappen gegangen“, sagte er. Im Jerichower Land sieht er Potenzial. Viele Unternehmen müssten noch mit den Auswirkungen der Pandemie kämpfen, gerade daher sei es auch wichtig, einen verlässlichen Ansprechpartner zu haben – die neue Sparkasse sei deutlich leistungsfähiger.

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Für die Kunden ändert sich zunächst nichts, da die sogenannte „technische Fusion“ erst zum Jahresende vollzogen wird, erst dann gibt es eine neue IBAN, müssen Daueraufträge und Einzugsermächtigungen erneuert werden. Interne Arbeitsgruppen sind damit befasst, den Übergang möglichst unkompliziert zu gestalten. Bestehen bleiben wird das Filialnetz wie Norbert Dierkes, Vorstand aus dem Jerichower Land, betonte: „Damit demonstrieren wir unsere Nähe zum Kunden“. Sein Magdeburger Kollege Jens Eckhardt kündigte Investitionen in die Geschäftsstellen an, ebenso wie Entwicklungen bei der Digitalisierung der Bankgeschäfte.

Der Name der neuen Sparkasse – eine Schöpfung des Magdeburger Oberbürgermeisters – bereitet den Vertretern aus dem Jerichower Land keine Sorgen. „Das Wichtige ist doch, dass da Sparkasse steht, wir leben schließlich in der Wirtschaftsregion Magdeburg“, meinte Dierkes und Burchhardt ergänzte: „Ich glaube, der Name interessiert keinen Kunden wirklich“.

Bereits vor zwei Jahren hatte sich die Sparkasse Jerichower Land auf die Suche nach einem Partner gemacht, um die von der Bundesbank aufgetragenen Hausaufgaben erledigen zu können und künftig besser aufgestellt zu sein. Gespräche mit der Kreissparkasse Stendal scheiterten 2019 an unterschiedlichen Geschäftsauffassungen, im Sommer vergangenen Jahres gab es erste Gespräche der jetzigen Partner.