Gommern/Dornburg l  Damit können im Juli die Bürger und Träger öffentlicher Belange beteiligt werden. Derzeit verfügt die Ortschaft Dornburg über kein einziges Baugrundstück. Mit der Entwicklungs- und Ergänzungssatzung Dornburg/Neuer Krug soll sich das ändern. Im Ortskern gibt es ein Grundstück, das sich nicht im Hochwasserschutzgebiet befindet und mit einem Eigenheim bebaut werden könnte. In der Siedlung „Neuer Krug“ befinden sich drei Ergänzungsflächen, auf denen maximal sechs Eigenheime errichtet werden könnten.

Während der Dornburger Ortschaftsrat die Entwicklungs- und Ergänzungssatzung angeschoben hat und die Schaffung von Bauflächen unbedingt begrüßt, nutzten einige Anwohner des Neuen Kruges die jüngsten Sitzungen des Ortschaftsrates oder Bauausschusses, um ihre Skepsis bis Ablehnung gegenüber einer weiteren Bebauung ihrer Siedlung zum Ausdruck zu bringen.

Weg frei gemacht

Am Mittwochabend lag den Gommeraner Stadträten der Aufstellungsbeschluss und der Billigungs- und Auslegungsbeschluss zur Entwicklungs- und Ergänzungssatzung vor. Mit ihren beiden Zustimmungen machten sie den Weg frei für die Auslegung der Unterlagen, die aller Voraussicht nach im Juli im Rathaus stattfindet. Dann können die Einwohner sich alles genau anschauen und ihre Stellungnahmen dazu abgeben. Parallel werden die Träger öffentlicher Belange wie Behörden und Versorgungsunternehmen am Verfahren beteiligt.

Den Plan vor sich liegend erkundigte sich Arne Haberland (Freie Wählergemeinschaft Leitzkau/Gommern), weshalb die Ergänzungsfläche C an der Buswendeschleife endet und nicht bis zur Straße weitergezogen wird. Zwei weitere Baugrundstücke könnten dadurch entstehen. Bauamtsleiterin Sylvia Tetzlaff verwies darauf, dass der Ortschaftsrat mit dem vorhandenen Entwurf einverstanden war. Auch stelle sich die Frage, wohin die Buswendeschleife solle. Arne Haberland unterbreitete dazu einen Vorschlag, der von Seiten der Verwaltung aber skeptisch gesehen wurde. „Wenn ich es anfasse, dann richtig“, begründete Arne Haberland seinen Vorschlag. Dieser hätte eine geschlossene Bebauungsfront entlang der Straße zum Ergebnis.

Walter Schmidt, Fraktionsvorsitzender der SPD, bedauerte, dass der Vorschlag nicht schon im Bauausschuss unterbreitet wurde. Der Fachausschuss wäre dazu das richtige Gremium gewesen.

Gegen Änderungsantrag

Wenn der Stadtrat dem Vorschlag von Arne Haberland folge, habe man nur die Möglichkeit geschaffen, sagte CDU-Fraktionschef Matthias Fickel. Das heiße nicht, dass die Grundstücke sofort bebaut würden. „Wenn der Stadtrat es möchte, dann müssen wir es jetzt aufnehmen, damit es Bestandteil des Verfahrens ist“, sagte Sylvia Tetzlaff. Letztlich entschied sich Arne Haberland aber gegen einen Änderungsantrag.

Ramona Schmied-Hoboy (SPD/Die Grünen), die aufgrund im Neuen Krug wohnender Verwandtschaft nicht an der Diskussion und Abstimmung teilnehmen durfte, setzte sich solange in den Zuschauerbereich.