Körbelitz l Zwei Trafohäuschen der Avacon in Körbelitz sollen jetzt bemalt werden. Das kündigte Ortsbürgermeisterin Ingeborg Schwenck im Ortschaftsrat an. Eines der Häuschen steht an der Kindertagesstätte, das andere vor der Trauerhalle am Friedhof. Der Ortschaftsrat solle sich mit je zwei Motivvorschlägen an die Gemeinde Möser wenden, sagte Schwenck. Die Verwaltung würde dann Kostenvoranschläge für die Verschönerungen einholen.

Das neue Trafohaus vor der Trauerhalle am Friedhof in Körbelitz hatte im September des vergangenen Jahres für eine hitzige Debatte im Ortschaftsrat gesorgt. Der Standort, direkt vor der Trauerhalle am Friedhof, sei unpassend, fanden einige Bürger ebenso wie die Ortschaftsräte. Der Körbelitzer Reiner Bornemann hatte damals in der Einwohner-Fragestunde des Ortschaftsrates gefragt, was es mit dem Bau des Trafohäuschens direkt vor der Trauerhalle auf sich habe. Durch die Netzstation würde „der Eindruck des Platzes vernichtet“. Als vor einigen Jahren die Trauerhalle gebaut worden sei, hätten sich Verantwortliche und Einwohner Gedanken darüber gemacht, wie man die Trauerhalle auf der einen und den Kindergarten auf der anderen Seite, quasi Leben und Tod, miteinander verbinden könnte. Die Trauerhalle erhielt daraufhin symbolisch eine bunte Fensterfront in Richtung Kindertagesstätte Regenbogen. Der Bau des hässlichen Trafohäuschens zerstöre die Arbeit vieler ehrenamtlicher Helfer, die daran beteiligt waren, den Platz vor der Trauerhalle herzurichten, hieß es im Herbst 2019.

Verschönerung als Kompromiss?

An der Baumaßnahme war der Ortschaftsrat nicht beteiligt worden. „Wenn der Ortschaftsrat nicht eingebunden war, dann muss ich mich entschuldigen“, sagte Gemeindebürgermeister Bernd Köppen daraufhin. Die Gespräche zwischen Gemeinde, Avacon und Ortschaftsrat sind inzwischen offensichtlich nachgeholt worden. Die Verschönerung ist wohl als Kompromiss gedacht.

Ortschaftsrat Guido Steffen wollte jetzt wissen, ob die Avacon die Kosten übernimmt. Ingeborg Schwenck sagte, es sei eine Beteiligung an den Kosten angedacht.

Als Motiv für den Bereich der Kita könne sie sich etwas kindgerechtes, wie eine Schaukel, gut vorstellen, sagte die Ortsbürgermeisterin. Für den Bereich vor der Trauerhalle vielleicht gemalte Koniferen. „Oder einen Sonnenuntergang“, rief eine Körbelitzerin aus dem Zuhörerbereich der Sitzung.

Grünfläche wird auch neu gestaltet

Guido Steffen schlug vor, die bereits jetzt vorhandenen, gemalten Motive an der Kindertagesstätte auf dem dortigen Trafohäuschen fortzusetzen.

Die Ideen sollen jetzt an die Gemeinde weitergeleitet werden. Dort will man die Kosten für eine professionelle Gestaltung prüfen. Auf Nachfrage erklärte Ingeborg Schwenck, dass auch die Grünfläche vor der Trauerhalle neu gestaltet werden soll.