Burg l Es war eine Art Déjà-vu, dass die Haudegen-Fans am späten Abend des 18. April erlebten: Stadthallen-Pächterin Janin Niele gab via Facebook bekannt, dass das für den 19. April geplante Nachholkonzert von Haudegen ausfallen muss. Zu viele Fans hätten nach der Absage am Karfreitag ihre Karten zurückgegeben, dass Konzert sei so finanziell nicht stemmbar, teilte Niele als Begründung mit. Doch statt auf Verständnis stieß die Pächterin – erneut – auf Fassungslosigkeit und Wut. Viele Haudegen-Fans hatten bereits Zugtickets und Übernachtungsmöglichkeiten gebucht – Geld, dass sie sozusagen zum Fenster rausgeworfen haben. Für die meisten von ihnen war die Stadthalle damit „gestorben“.

Umso überraschender ist es nun, dass die Mannen von Haudegen die Sache trotz ihres vollen Terminplans nun selber in die Hand nehmen. „Wir wollen als Wiedergutmachung für die ausgefallenen Konzerte ein Familientreffen in Burg machen“, sagt Sven Gillert von Haudegen auf Anfrage der Volksstimme. Via Facebook hat der Musiker eine Veranstaltungsseite erstellt, die die Fans auf das geplante Treffen aufmerksam machen soll.

Treffen bei Big Ben

Die Berliner Rocker von Haudegen in privater, familiärer Atmosphäre genießen – dass soll am Sonntag, 6. Mai, von 12 bis 18 Uhr beim Big Ben in Burg an der Bahnhofstraße 7 möglich sein. Die Fans erwartet ein exklusives Akustikonzert. „Wir spielen die neuen Songs vor, die wir in Spanien produziert haben“, kündigt Gillert an. Einen dieser Songs bekommen alle Fans, die an diesem Tag an dem Treffen teilnehmen, als Download-Link geschenkt. Außerdem haben Hartgesottene an diesem Tag die Möglichkeit, sich vor Ort von den Haudegen tätowieren zu lassen.

Einzige Voraussetzung, um das Treffen tatsächlich zu ermöglichen: Es müssen sich mindestens 150 Fans anmelden. Das ist per privater Nachricht über das Facebook-Profil von Gillert möglich. Mit der Anmeldung können Fans auch Termine für Tätowierungen absprechen.

Ganz nah mit den Fans

„Das Besondere an diesen Treffen ist, dass uns die Fans ganz nah sind“, sagt Gillert. Sie können Fotos mit den Jungs machen, mit ihnen zusammen singen und in tiefen Gesprächen versinken. Genau das macht die Treffen aus, die Gillert als „immer besonders herzlich“ beschreibt. Wer bislang noch nichts von Haudegen gehört hat, bekommt an diesem Tag die Chance, die Band mal richtig kennenzulernen, so Gillert. Er und sein Band-Kollege Hagen Stoll freuen sich jedenfalls schon sehr darauf, den Fans das zu geben, worauf sie bisher aus ärgerlichen Umständen heraus verzichten mussten.