Möckern/Mangelsdorf l Pferdehalter Dirk Freudenhagen aus Mangelsdorf ist nach wie vor davon überzeugt, dass die auf einer Weide bei Möckern tot aufgefundene Stute Opfer eines Wolfsangriffs wurde. Gestern hatte das Landesamt für Umweltschutz eine Pressemeldung verbreitet, wonach das tote Pferd in Möckern nicht vom Wolf gerissen worden sei und die genaue Todesursache nun vom Landesamt für Verbraucherschutz untersucht werde. Je nach Umfang der erforderlichen tierärztlichen Untersuchungen werde ein Befund „in den nächsten Tagen oder Wochen“ vorliegen.

Das Pferd, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, „wies oberflächliche Fraßspuren, aber keine tieferen Bissverletzungen auf. An den Fraßspuren sei eine erfolgreiche Sicherstellung von DNA nicht möglich gewesen, weil diese ausgiebigem Regen ausgesetzt gewesen seien. Um das Tier in einem Sektionssaal besser untersuchen zu können, heißt es weiter, wurde es in das Landesamt für Verbraucherschutz nach Stendal gebracht. Die Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums hätten auch dort keine Hinweise auf eine Wolfsbeteiligung festgestellt. Die Nutztierrissbegutachtung durch das Wolfskompetenzzentrum schließe daher Wölfe als Verursacher aus.

Sicherstellung von DNA

Pferdehalter Freudenhagen wundert sich, dass es keine „erfolgreiche Sicherstellung von DNA“ gegeben haben soll, obwohl vor Ort von einem Mitarbeiter des Wolfskompetenzzentrums DNA gesichert worden war. „Der besagte Regen war am Sonnabend, da lebte das Pferd noch“, versichert Freudenhagen.

Mathias Holzberger, Vorsitzender der Genthiner Jägerschaft, sagte der Volksstimme gestern, dass durch ihn und den Vorsitzenden der Burger Jägerschaft, Pieter Ziems, Wolfsspuren am Rand der Weide dokumentiert wurden. Diese Spuren hinterließ der Wolf definitiv erst nach dem ergiebigen Regen am Sonnabend. Das Pferd kam offensichtlich in der Nacht zum Sonntag zu Tode. „Nach dem Spurenbild war auf jeden Fall ein Altwolf während des Todeszeitraums des Pferdes vor Ort“, so Mathias Holzberger.