Krüssau l Nun hat der Wolf bei der Schafherde von Schäfer Uwe Wilberg aus Krüssau wieder zugeschlagen. „Wir hatten jetzt eine Weile Ruhe. Der letzte Riss war am 19. Dezember des vergangenen Jahres“, erzählt Uwe Wilberg. Und Bianca Bich ergänzt: „Das waren jetzt der 13. Riss und das 41. und 42. tote Schaf.“

Um 23.50 Uhr in der Nacht zum Donnerstag klingelte das Telefon. Ein Schäfer informierte über den Wolfsriss. Bianca Bich: „Mittlerweile rechnet man schon mit einem Wolfsangriff, wenn das Telefon nach 20 Uhr klingelt.“ Er teilte ihnen mit, dass der Wolf wieder zugeschlagen hat. Zwei tote Schafe und mehrere verletzte Tiere waren das Resultat dieses Wolfsangriffs. Sowohl die toten Tiere als auch die Herde waren beziehungsweise sind tragend. „Die Tiere lagen verstreut auf der Weide“, so Bianca Bich.

Trotz Zaun und Strom Schafe gerissen

Die ganze Herde war im Nachtferch eingesperrt. Uwe Wilberg: „Um den Ferch befindet sich ein 1,45 Meter hoher Zaun und davor noch ein Netz. Auch Strom lag an.“ Und trotzdem sind der oder die Wölfe hinein gelangt. Auch tagsüber sind die Schafe eingezäunt. Andreas Berbig und Peter Oestreich vom Wolfskompetenzzentrum aus Iden, die beide vor Ort waren, hatten keine Beanstandungen zu den Schutzmaßnahmen.

Für die ersten zwölf Risse ist jetzt die Entschädigung erfolgt. Für den jüngsten Riss muss die Entschädigung wieder neu beantragt werden.