Letzlingen (dpa) l Der Protest von rund 20 Menschen gegen militärische Übungen auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes Altmark dauert an. "Sie sind über Nacht geblieben", sagte ein Sprecher der Bundeswehr am Samstag (19. September). "Wir sind immer noch in der Phase, zu überlegen, wie wir weiter vorgehen wollen." Es sei durchaus mit weiteren Aktionen zu rechnen, der Samstag sei als "Schwerpunkttag" anzusehen. "Wir beobachten weiter, was auf dem Platz passiert und werden verhindern, dass noch mehr Menschen auf das Gelände gelangen", so der Sprecher. Dort gebe es derzeit keine Übungen. Das Betreten des militärischen Sicherheitsbereichs sei eine Ordnungswidrigkeit.

Die Aktion hatte am Freitag begonnen und war bisher ruhig und friedlich abgelaufen. Mit Hilfe der Polizei seien die Personalien der Anwesenden überprüft worden. Diese hätten den Freitag eigenen Angaben zufolge mit Workshops, Lesungen, dem Einrichten einer Leseecke und eines Friedenspfads verbracht.

Schon seit 2014 ruft die "Gewaltfreie Aktion GÜZ abschaffen" immer wieder zu "Besetzungen" des militärischen Gebietes auf. Die Beteiligten setzen sich für eine nicht-militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide ein, demonstrieren gegen Krieg und die Investition in die inzwischen fast fertiggestellte riesige militärische Übungsstadt Schnöggersburg, in der Soldatinnen und Soldaten auf Auslandseinsätze vorbereitet werden sollen.