Kalbe l Mit einem großem Hallo empfingen am Montagabend die Mitglieder des Kalbenser Künstlerstadt-Vereins, die Vertreter des Künstler- und Stipendiatenhauses in Salzwedel sowie auch einige Kalbenser die ersten Teilnehmer des sechsten Sommercampus in Kalbe. Begrüßt wurden diese auch von Philip Rusche, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Zukunft Altmark, die das Projekt finanziell unterstützt, sowie vom CDU-Bundestagsabgeordneten Eckhard Gnodtke.

Insgesamt werden in den nächsten Wochen 19 Stipendiaten Projekte und Arbeiten in verschiedenen Kunstgenres, von der Malerei über Literatur bis hin zur Fotografie und zur Raumgestaltung, ausführen.

In Letzerer kann sich der 27-jährige Sylvain Gelewski künstlerisch verwirklichen. Er ist einer der fünf Stipendiaten, die in diesem Jahr den Sommercampus zuerst nutzen. „Ich habe mich für das Stipendium entschieden, da ich glaube, dass ich mich in einer Kleinstadt wie Kalbe, in der es sehr ruhig zugeht, mehr auf meine Arbeiten konzentrieren kann“, erklärte der junge Künstler in einem Gespräch.

Bilder

Viel Ruhe zum Arbeiten

Er finde es toll, dass der Künstlerstadt-Verein dafür Unterkünfte und Arbeitsräume kostenfrei zur Verfügung stelle und Aufführungsräume für Lesungen, Konzerte, Performances oder Screenings anbiete.

Positiv sprach auch Corinna Köbele über den diesjährigen Sommercampus. Als Vorsitzende des Künstlerstadt-Vereins begrüßte sie am Montagabend während der Eröffnung mit einer kleinen Rede die Anwesenden. „Ohne die Hilfe von Sponsoren, ehrenamtlich Engagierten, vielen Kalbensern und den Inhabern der Trabi-Bude, deren Räumlichkeiten wir nutzen dürfen, wäre der Sommercampus nicht möglich“, freute sich Köbele sichtlich. „Ich erlebe, wie unser Projekt immer mehr aufblüht und an Interesse gewinnt“, sagte sie weiter, bevor es im Anschluss musikalisch wurde. Steffen Roth, der mit Köbele zusammen das Potentiale-Festival im Juni initiiert hatte, und der gebürtige Italiener Bruno Angeloni präsentierten Improvisationsstücke auf Schlagzeug und Saxophon, die es in sich hatten. Denn bei dieser Art von Musik muss sich einer auf den anderen quasi blind verlassen können.

In den kommenden Wochen werden nach und nach die 14 anderen Stipendiaten beim Sommercampus 2018 dazustoßen, während andere wieder abreisen. Übernachtet wird in der früheren Post, die dem Künsterstadt-Verein ebenfalls von dessen Eigentümer zur Nutzung überlassen worden ist.