Kalbe l Die Sommerferien haben zwar noch nicht begonnen. Aber die Kalbenser Turnhalle kann schon jetzt nicht mehr genutzt werden. Der Grund: Sie wird gerade zur Großbaustelle umfunktioniert.

Gerade ist sie komplett eingerüstet worden, weil in der kommenden Woche die Arbeiten am Flachdach aufgenommen werden sollen. Sie werden jedoch aufwendiger als ursprünglich vorgesehen. Denn es sollen nicht nur neue Bitumenbahnen und zuvor eine Dämmschicht aufgebracht sowie die Attika (gemauerte Umrandung) entsprechend angepasst werden. Sondern es müssen laut Bauamt auch Arbeiten an der Regenentwässerung erfolgen.

Neue Lüfter unter der Hallendecke

Diese führte bislang durch das Gebäude hindurch – und zu riesigen Feuchtigkeitsflecken im Vorraum der Halle (Volksstimme berichtete). Künftig soll das Regenwasser direkt nach außen abgeleitet werden.

Pfützen im Halleninneren, die es in den zurückliegenden Jahren immer wieder gegeben hat und von denen nie richtig klar war, von wo sie eigentlich herrühren, weil sich der Weg des Wassers nicht genau nachvollziehen ließ, sollen dann auch endgültig der Vergangenheit angehören. Für die Dauer der mehrwöchigen Arbeiten bleibt die Turnhalle gesperrt. Mit dem neuen Schuljahr soll sie dann wieder nutzbar sein.

Bereits gestern hat dort die Demontage der alten Gasheizkörper, die bis dato unter der Hallendecke angebracht waren, begonnen. Sie sollen durch insgesamt sechs neue Lüfter ersetzt werden, die dann mit der bereits im Vorhaus existierenden Heizung verbunden werden. Damit erübrigt sich dann auch die Gasleitung, die jetzt noch durch die Halle verläuft.

Weniger Geld für die Sporthalle Brunau

Ursprünglich waren für die Gesamtmaßnahme, die zu 100 Prozent über das Stark-V-Programm finanziert wird, 168 000 Euro eingeplant. Doch wird das Ganze jetzt noch einmal rund 70 000 Euro teurer. Das wiederum bedeutet, dass weniger Geld für die Brunauer Sporthalle zur Verfügung steht, deren Dach ebenfalls zu sanieren ist. Auch Fenster müssen dort erneuert werden.

Es wäre die letzte Maßnahme, die über das Stark-V-Programm zu finanzieren wäre. Insgesamt wurden der Einheitsgemeinde Kalbe daraus 1,07 Millionen Euro zugebilligt, wobei das Gros der Mittel bereits abgerufen worden ist, zum Beispiel für energetische Maßnahmen in der Kita „Märchenland“ in Kalbe, im Hort „Abenteuerland“ in Kalbe und in der Kita „Zwergenland“ in Kakerbeck.

Die demnächst beginnenden Arbeiten an der Heizung der Brunauer Sporthalle, in der ebenfalls neue Lüfter angebracht werden, werden hingegen mithilfe von regulären Haushaltsmitteln finanziert, die noch aus dem zurückliegenden Jahr stammen.