Schädlingsbekämpfung

Eichenprozessionsspinner: Am Montag noch befallene Bäume anmelden

Die Hansestadt Gardelegen beginnt mit der chemischen Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners an 7500 kommunalen und 800 privaten Laubgehölzen.

Von Elke Weisbach
Ihren Artgenossen soll es  an den Kragen gehen. Die Stadt setzt 2021 die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners fort.
Ihren Artgenossen soll es an den Kragen gehen. Die Stadt setzt 2021 die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners fort. Foto: Patrick Pleul/dpa

Gardelegen - Am kommenden Montag, 17. Mai, beginnt die erste Runde 2021 im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner in der Hansestadt Gardelegen. Dann startet die chemische Bekämpfung mit dem Bakterium Bacillus Thuringiensis. Darüber informiert Florian Kauer, Fachdienstleiter im Bereich Sicherheit und Ordnung in der Gardelegener Stadtverwaltung.

Kurzfristige Anmeldung

Und ganz wichtig: Nur an diesem Tag können private Baumbesitzer ihre Eichen noch kurzfristig zur chemischen Bekämpfung anmelden. Dies ist per Mail über ordnungsamt@gardelegen.de oder telefonisch unter 03907/716140 möglich. Die Bürger profitieren bei der chemischen Bekämpfung von den niedrigen Kosten pro Baum, die die Hansestadt Gardelegen im Rahmen der Ausschreibung erzielt hat.

Insgesamt sind bereits 800 private Eichen in den Tourenplan mit aufgenommen worden. Durch die kühle Witterung im April erfolgt der Start der chemischen Bekämpfung in diesem Jahr zwei Wochen später als üblich. Das Besprühen der rund 7500 kommunalen und 800 privaten Eichen übernimmt erstmals ein Biederitzer Unternehmen. „Wir müssen immer den idealen Zeitpunkt mit Blick auf das Larvenstadium abwarten und die passenden Wetterbedingungen haben“, sagt Florian Kauer. Optimale Bedingungen herrschen bei Windstille und bedecktem Himmel. Um gute Erfolge zu erzielen, müssen die Bäume mit dem biologisch abbaubaren Insektizid besprüht werden, wenn sich die Larven des Eichenprozessionsspinners im zweiten oder dritten Larvenstadium befinden. Seine Wirkung erzielt das Insektizid, weil die Raupen das Bakterium mit den Eichenblättern fressen und danach verhungern. Pflanzen und andere Tiere werden durch das Bakterium nicht geschädigt.

Nach der chemischen Bekämpfung steht die Erfolgskontrolle an, nach der dann entschieden wird, von welchen Bäumen die gefährlichen Nester noch abgesaugt werden müssen.

Seit sechs Jahren bekämpft die Stadt den Eichenprozessionsspinner. Vom Land Sachsen-Anhalt sind für 2021 rund 120000 Euro Fördermittel in Aussicht gestellt. Die Kommune geht mit der Finanzierung in Vorleistung und erhält das Geld vom Land zurück. Dazu kommen rund 27500 Euro, die die Hansestadt Gardelegen an Eigenmitteln für die Bekämpfung aufbringt.