Gardelegen l Was machen, wenn das Kreuz auf dem Wahlschein gemacht ist? Die Miester Feuerwehr hatte dazu am Wahlsonntag eine Antwort. Sie verlegte den landesweiten Feuerwehraktionstag vom Sonnabend auf den Sonntag. Die Wähler, die eh schon einmal auf den Beinen waren, konnten am Gerätehaus Mittag essen und Kaffee trinken oder sahen sich die Feuerwehrausrüstung an.

Besonderes Interesse gab es an der Vorführung mit dem neuen Tanklöschfahrzeug. Es fasst 5000 Liter Wasser, 400 Liter Schaumlöschmittel, hat ein Wendestrahlrohr und eine Rundumlöschanlage. Mit dieser ist es den Kameraden möglich, das Fahrzeug zu schützen und über brennendes Terrain zu fahren. Eine solche Schau präsentierten sie den Besuchern.

Personell gut aufgestellt

Bei der Vorführung der technischen Hilfeleistung unterstützten auch Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Kameraden. Sie sorgten dafür, dass das „verunfallte Fahrzeug“, aus dem eine Person, Feuerwehrjugendmitglied Jonathan Lembke, „gerettet“ werden musste, stabil stand. Anschließend befreiten die Kameraden die eingeklemmte Person mit Schere und Spreizer aus dem Auto.

Insgesamt verfügt die Miester Wehr über zwei Tanklöschfahrzeuge, ein Hilfeleistungslöschfahrzeug, einen Einsatzleitwagen, einen Mannschaftstransportwagen und einen Gerätewagen. Und auch personell ist die Miester Feuerwehr gut aufgestellt. Sie zählt 44 Aktive, 16 Jugendwehrmitglieder und 14 Mädchen und Jungen der Kinderfeuerwehr, wie Andy Neubauer, Mitglied der Feuerwehrleitung, aufzählte.

100 Liter Gulasch

Für Verpflegung war gesorgt. Wolfgang Aebersold und Reinhold Tempel sorgten dafür, dass niemand hungrig blieb. Sie kümmerten sich um das Gulasch in der Gulaschkanone. „Da sind circa 100 Liter drin. Das reicht für etwa 200 bis 220 Portionen. Und wie ich die Sache hier sehe, werden wir die auch los“, sagte Aebersold zuversichtlich.

Für etwas Süßes für zwischendurch sorgte Kim Vorderwülbecke, passives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Mieste. Er hatte 35 Kilogramm Popcorn dabei. Den Erlös aus diesem Verkauf überließ er komplett dem Förderverein der Miester Feuerwehr.

Spaß mit der Kübelspritze

Für die Kinder gab es außerdem eine Hüpfburg. Die wurde natürlich erobert. An der Kübelspritze konnten sie außerdem schon mal ausprobieren, wie ein Feuerwehrmann löscht. Allerdings zielten sie mit ihrem Wasserstrahl statt auf Flammen auf aufgebaute Büchsen. Büchsenspritzen war angesagt.