Gardelegen l Ein Großaufgebot an Einsatzkräften verhinderte am frühen Mittwochmorgen eine Katastrophe in in der Heinrich-Heine Straße in Mieste (Altmarkkreis Salzwedel). Nach dem Ausbruch eines Brandes in der Wohnung eines Mehrfamilienhauses saßen mehrere Kinder in der Falle.

"Wir wurden kurz vor 3 Uhr alarmiert. Da war die Lage noch unklar. Vor Ort stellte sich heraus, dass in einer brennenden Dachgeschoßwohnung fünf Kinder gefangen waren. Sie hatten sich vor den starken Rauch auf einen Balkon und an ein Dachfenster gerettet", so Notarztfallsanitäter Robert Wendt. Der Organsiationsleiter für die Rettungsdienste weiter: "Wir haben umgehend die Alarmstufe 1 ausgerufen. Dies ist für uns der Massenanfall an Verletzten. Die Kinder waren im Alter von 5 bis 16 Jahren. Sie wurden zwar verletzt und standen unter Schock, haben aber alles gut verkraftet. Die Mutter wurde schwer verletzt."

Wie die Rettungsleitstelle mitteilte, wurden insgesamt 7 Personen ins Krankenhaus Gardelegen eingeliefert. Das Gebäude musste evakuiert werden und ist teilweise unbewohnbar. Wilhelm Kipker konnte nach dem Feuerwehreinsatz in seine vier Wände zurückkehren. Der Rentner blieb unverletzt, wird diese Brandnacht aber nie vergessen: "Die Kinder waren im obersten Stock und kamen nicht raus. Ich habe eine Frau jämmerlich schreien gehört. Der Flur stand voll Qualm. Ich wollte hoch zu den Kindern, aber der Rauch stand wie eine Wand."

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60 Feuerwehrleute waren mit 9 Einsatzwagen angerückt. Auch die Polizei leistete mit 7 Beamten Unterstützung. Der Leiter der Feuerwehr Mieste, Wolfgang Witte, zeigte sich nach dem Einsatz erleichtert: "Es konnten zum Glück alle Bewohner gerettet werden." Zur Brandursache und zur Schadenshöhe liegen derzeit noch keine Informationen vor. Die Polizei hat noch in der Nacht die Untersuchungen aufgenommen.