Mieste l Der bauliche Zustand des Elsholzweges in Mieste war seit Jahren sehr schlecht. Die Bitumendeckschicht war wellig und gerissen. Eine Straßenentwässerung war nicht vorhanden. Das ist jetzt Geschichte. Die Straße wurde grundhaft erneuert. Die Bauarbeiten sind abgeschlossen, informierte auf Anfrage Stadt-Bauamtsleiter Engelhard Behrends.

Unter anderem wurde die Fahrbahn auf einer Länge von 340 Metern erneuert, ebenso der Gehweg. Eingebaut wurde eine Regenentwässerung. Die Straßenbeleuchtung ist ebenfalls neu. Der Wasserverband beteiligte sich mit der Erneuerung von Leitungen.

Der Elsholzweg diene als Hauptzufahrtsstraße zur Grund- und zur Sekundarschule, zum Kindergarten, zur Krippe, zur Sporthalle und zum Eigenheimgebiet. Gut 300 Fahrzeuge würden dort täglich unterwegs sein. Der Straßenbau sei also dringend erforderlich gewesen, betonte Behrends. Die Investitionskosten würden etwa 400.000 Euro betragen.

Siedlungsstraße und Elsholzweg erneuert

Für 300.000 Euro wurde auch die Anliegerstraße Neue Siedlung, kurz Siedlungsstraße, saniert. Die Arbeiten sind ebenfalls abgeschlossen. Der Ausbau erfolgte über eine Länge von 320 Metern und einer Breite von 4,75 Metern. Neu ist dort auch ein 2,35 Meter breiter Gehweg, der mit Betonverbundsteinen und Rundborden befestigt wurde, so dass bei Gegenverkehr ein Überfahren möglich ist. Zum Gesamtprojekt Siedlungsstraße gehörten zudem eine neue Regenentwässerung und auch eine neue Straßenbeleuchtung.

„Diese Baumaßnahmen reihen sich gut ein in die Maßnahmen, die in den vergangenen acht Jahren in Mieste getätigt wurden“, sagte Behrends. Denn mit den beiden Straßen seien seit 2011 allein 9,3 Millionen Euro in die Infrastruktur des Ortes geflossen. „Das war auch so gewollt und vom Stadtrat beschlossen“, betonte der Bauamtsleiter. Denn Mieste sei ein Grundzentrum und habe damit eine besondere Bedeutung für die Grundversorgung des gesamten Bereiches mit vielen zentralen Einrichtungen wie Schulen, Kitas, Sporthalle, Vereinen, Arztpraxen und Einkaufsmärkten. „Obwohl in Mieste bereits viel nach der Wende erreicht wurde, war dort dennoch ein höherer Nachholebedarf bei baulichen Investitionen als in anderen Ortsteilen zu verzeichnen“, begründete Behrends die hohen Investitionen. Dazu gehörten unter anderem die Komplett-Sanierung der Miester Grundschule für 3,5 Millionen Euro, der Neubau des Kindergartens Drömlingshüpfer für 1,2 Millionen Euro, der Neubau des Feuerwehrgerätehauses für 1,5 Millionen Euro und die Erschließung eines neuen Eigenheimgebietes für 500.000 Euro.

Darüber hinaus wurde das Gelände des Asbestzementwerkes für 700.000 Euro renaturiert, ebenso das Areal des alten Kartoffelschäl- und Abpackbetriebes (Kasa) mitten in Mieste für 1,2 Millionen Euro. Für beide Projekte wurde Fördergeld aus dem Programm zur Altlastensanierung und zum Bodenschutz genutzt. Insgesamt habe die Stadt für die Investitionen in Mieste „zahlreiche Fördertöpfe der EU und des Landes angezapft, um die Herausforderungen zu meistern“, so Behrends.

Die nächste Großinvestition im dortigen Bereich – allerdings mit Mitteln des Bundes – stehe kurz vor dem Start, nämlich der Bau einer Ortsumgehung für Miesterhorst. Der Planfeststellungsbeschluss soll noch in diesem Jahr vom Landesverwaltungsamt vorgelegt werden. Damit bestünde dann Baurecht für die Ortsumgehung Miesterhorst, und „mit dem Bau kann zeitnah begonnen werden“, so Behrends.