Kalbe l Für das Picknick am kommenden Sonntag, 23. August, das zur Spendensammlung für die Brücke des Liebesinsel-Teiches im Kurpark gedacht ist, wird dieser noch hübsch zurechtgemacht. Wie Bauhofleiter Uwe Wolff mitteilt, werden die drei Mitarbeiter des Bundesfreiwilligendienstes, die den Bauhof unterstützen und für die Pflege des Parks eingeteilt sind, auf der Liebesinsel mähen. Alle 14 Tage sind sie im Park im Einsatz.

Der Wasserzulauf zum Liebesinsel-Teich wurde bereits wiederhergestellt. „Wir haben immer wieder das Problem, dass Jugendliche die Stauanlagen wegreißen. Dann läuft das Wasser ab“, so Wolff. Auch an der Wassertretstelle sei dies in vergangener Zeit schon mehrmals vorgekommen. „Zuletzt hatten wir dort aber Ruhe damit.“ Die Bretter für die Stauanlage des Liebesinsel-Teiches sind wieder eingebaut. Nun kommt das Wasser wieder zurück. „Das braucht aber immer eine Weile. Aber bis zum Picknick ist alles wieder schick.“

Mahd unter den Bäumen

Schick soll es auch im Park werden, zumindest was den Bereich der Anlage betrifft, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. „Der vordere Bereich wird komplett hergerichtet“, verspricht der Bauhofleiter. Dort sollen nicht nur die Rasenflächen, sondern auch die Flächen unterhalb der Bäume ordentlich gemäht werden. Den meterhohen Brennnesseln dort soll es also ans Grün gehen. Aber warum stehen dort überhaupt so viele hohe Brennnesseln und verschandeln den Anblick? Wegen des Vogel- und Insektenschutzes dürfe im Park erst nach dem 30. Juni auf diesen Flächen gemäht werden. „Das sind Umweltauflagen, die wir beachten müssen“, so Wolff. Zeitig im Frühling blühen dort die Frühblüher. Ehe der Rasenmäher über diese Flächen darf, müssen sich die Pflanzen erst ins Erdreich zurückgezogen haben. Also könne wochenlang dort keine Pflege erfolgen, wie es aus dem Bauhof heißt.

Der hintere Bereich des Parks bleibt weiterhin gesperrt. Dort drohe Gefahr von möglichen herabstürzenden Ästen. Daher würden dort auch keine Mitarbeiter zur Parkpflege eingesetzt, so Wolff.

Sperrung bleibt bestehen

Nachdem an der Kalbenser Kirche von der Kastanie ein dicker Ast auf die vom Kultur- und Heimatverein initiierte Bank fiel und diese beschädigt hat, vom Versicherungsträger aber sinngemäß die Äußerung kam, dass dies Natur ist und mit solchen Vorkommnissen zu rechnen wäre, gab es Anfragen von Einwohnern, ob der Park nicht gänzlich wieder geöffnet werden könnte. Beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern haben Kalbenser an Waldstücken Schilder mit der Aufschrift „Betreten auf eigene Gefahr“ gesehen. Wäre dies nicht eine Möglichkeit für den Kurpark?

„Leider nein“, erklärt Ordnungsamtsmitarbeiter Jörg Kraberg. „Das funktioniert so einfach nicht. Das Wollen ist das Eine, aber das Dürfen ist das Andere.“ So müsse sich die Kommune an rechtliche Grundlagen halten. Kraberg verweist auf den Paragraphen 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

Park soll saniert werden

Wie Kraberg mitteilt, werde daran gearbeitet, dass der Kurpark saniert werde. Derzeit werde auf Rückmeldung der Genehmigungsbehörden gewartet. Dabei gehe es um das Okay für die Umsetzung des Konzepts, aber auch um die Bewilligung von Fördermitteln. So müssten unter anderem sowohl der Altmarkkreis Salzwedel als auch die Denkmalschutzbehörde in Halle/Saale grünes Licht geben.