Statistik für die Hansestadt Gardelegen weist einen Rückgang um 358 Einwohner aus

Mit 23642 Einwohnern ins Jahr 2012

Von Donald Lyko

Im vergangenen Jahr ist die Einwohnerzahl der Hansestadt Gardelegen unter die 24000-er Marke gerutscht. Ende 2011 lebten laut Statistik 23642 Personen in der Hansestadt.

Gardelegen l Mit einer runden Einwohnerzahl von 24000 Einwohnern war die Hansestadt Gardelegen in ihrer neuen Form ins Jahr 2011 gestartet. Zwölf Monate später weist die Statistik für Deutschlands flächenmäßig drittgrößte Stadt 358 Einwohner weniger aus. Mit Stand zum 31. Dezember 2011 wohnten 23642 Personen in der Hansestadt Gardelegen.

Nach Geschlechtern unterteilt sind dies 11775 Mädchen und Frauen sowie 11867 Jungen und Männer. Der Rückgang bei den Einwohnern fällt für das Jahr 2011 damit wieder stärker aus als im Jahr zuvor. Denn zwischen Ende 2009 und Ende 2010 waren nur 203 Einwohner weniger gezählt worden.

320 Ausländer wohnen aktuell im Stadtgebiet

Größter Ortsteil ist natürlich die Kernstadt Gardelegen mit 10184 Einwohnern. Im Vorjahr waren es noch 10347. Die dann folgenden einwohnerstärksten Ortsteile sind Mieste (1935), Letzlingen (1468) und Jävenitz (993). Mit jeweils 19 Einwohnern sind die Ortsteile Eigenthum und Taterberg die mit den wenigsten Bewohnern (alle Ortsteile siehe Informationskasten). Wie schon in den Vorjahren ist die Entwicklung von Ort zu Ort sehr unterschiedlich.

Von den 23642 Einwohnern sind 23322 deutsche Staatsbürger. 320 Einwohner wurden als Ausländer registriert, von denen 70 EU-Bürger sind.

Mit den langjährigen Ortsteilen Ipse, Zienau, Ziepel, Weteritz und Lindenthal kam die Kernstadt Gardelegen Ende vergangenen Jahres auf 10858 Einwohner. Interessant ist ein Vergleich zum Wendejahr 1989. Damals wohnten in besagtem Stadtgebiet noch 13414 Menschen. In den 22 Jahren hat Gardelegen damit 19 Prozent seiner Einwohner (2556) verloren. Im Vergleich der ehemaligen Gemeinden, die heute zur Hansestadt gehören, steht aber Schenkenhorst an der Spitze mit einem Einwohnerverlust von 29,41 Prozent. Im Jahr 1989 lebten 221 Einwohner in Schenkenhorst, Ende 2011 waren es nur noch 156, also 65 weniger. Ganz knapp dahinter folgt Wannefeld mit 29,38 Prozent Rückgang. Im Wendejahr lebten dort 371 Personen, Ende vergangenen Jahres waren es noch 262, also 109 weniger. Auf Platz drei der Negativliste folgt Kassieck mit einem Rückgang von 27,84 Prozent, denn den 255 Einwohnern des Jahres 1989 standen Ende 2011 nur noch 184 Einwohner entgegen. Ein Rückgang von mehr als 20 Prozent muss auch für Dannefeld und Lindstedt festgestellt werden, knapp unter 20 Prozent liegen Jeseritz, Köckte, Wiepke und Jeseritz.

Seit 1989 hat die Hansestadt 14 Prozent Einwohner verloren

Im statistischen Vergleich von 1989 und 2011 gibt es drei ehemalige Gemeinden, die ein Plus bei der Einwohnerentwicklung aufweisen können. An der Spitze steht Berge mit einem Zuwachs von 8,5 Prozent. Im Jahr 1989 wurden 602 Einwohner erfasst, Ende 2011 waren es 653. Zwischenzeitlich war die Entwicklung sogar noch besser, denn für 2005 weist die Statistik für Berge 720 Einwohner aus. Über einen Zuwachs von 2,31 Prozent können sich die Jercheler freuen. Waren dort 1989 303 Einwohner gemeldet, so stieg die Zahl auf 310 zum Jahresende 2011 an. Wie auch in Berge gab es allerdings im Jahr 2005 mit 320 Einwohnern einen noch besseren Wert. Dritte Ex-Kommune mit Zuwachs ist Zichtau. Die Einwohnerzahl stieg von 250 im Jahr 1989 auf 257 im vergangenen Jahr. Mit 271 Einwohnern hatte auch Zichtau im Jahr 2005 einen noch besseren Wert.

Alle Gemeinden, die heute zur Hansestadt Gardelegen gehören, hatten im Jahr 1989 zusammen 27772 Einwohner. Verglichen mit der Einwohnerzahl zum Ende des vergangenen Jahres ist dies ein Rückgang von 14,87 Prozent. In Personen ausgedrückt heißt das: Aktuell leben 4130 Menschen weniger im Gebiet der heutigen Hansestadt als noch vor 22 Jahren. Gut 4000 Menschen weniger - das wäre so, als würden die ehe- maligen Gemeinden Mieste, Letzlingen und Kloster Neuendorf komplett leergezogen worden sein.