Kalbe l Die Realisierung des Neubaus eines Feuerwehrgerätehauses an der Feldstraße in Kalbe ist ein weiteres Stück vorangekommen. Für das Vorhaben wurde ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Da Bebauungspläne aus dem Flächennutzungsplan zu entwickeln sind, musste der bestehende Flächennutzungsplan der Stadt Kalbe geändert werden. Während der jüngsten Sitzung des Stadtrates passten die Mitgliedes des Gremiums dieses Regelwerk, das erst vor wenigen Monaten von ihnen verabschiedet worden war, im entsprechenden Bereich an der Feldstraße für den Neubau an. Dazu wurde der Aufstellungsbeschluss zur ersten Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst – einstimmig.

Das Areal an der Feldstraße war noch nicht im Plan aufgenommen worden, weil zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung der tatsächliche Standort für den Neubau noch nicht festgestanden hatte. Insgesamt waren vier mögliche Standorte im Gespräch gewesen. Das Gelände an der Feldstraße wurde schließlich von Feuerwehr und Stadtverwaltung favorisiert. Dort stimmen Verkehrsanbindung und Bauflächenzuschnitt.

Frühzeitige Beteiligung startet

Die Änderung des Flächennutzungsplanes und das Bebauungsplanverfahren laufen parallel. Es sollen Voraussetzungen für das Planungs- und Baurecht geschaffen, eine städtebauliche Entwicklung gewährleistet und die Belange des Umweltschutzes berücksichtigt werden. Wie Einheitsgemeinde-Bürgermeister Karsten Ruth während der Stadtratssitzung mitteilte, gebe es „gute Chancen , im ersten Quartal 2020 die Genehmigungsreife zu erzielen“.

Der Vorentwurf des Bebauungsplanes für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses sowie die Planungsunterlagen für die Änderung des Flächennutzungsplanes werden vom 7. Januar bis 11. Februar 2020 im Bauamt zu den üblichen Geschäftszeiten ausgelegt. Damit wird die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet. Auf eine gesonderte Behördenbeteiligung werde verzichtet, teilte Ruth mit.

Wohl teuerste Bauvorhaben

Auch der Auslegungsbeschluss der ersten Änderung des Flächennutzungsplanes bedurfte eines Stadtratsbeschlusses. Auch dieser fiel einstimmig aus.

Am bisherigen Standort kann das Feuerwehrgerätehaus nicht verbleiben. Dort reicht der Platz für den Musterbau, der bei derartigen Vorhaben zur Anwendung kommt, nicht aus, um die Feuerwehr nach aktuellen Standards zu modernisieren. Geschätzt wird der Neubau des Feuerwehrgerätehaus mit einer Investitionssumme von rund drei Millionen Euro. Damit wäre die Errichtung dieses Objektes trotz etwaiger Landesförderung das teuerste Bauvorhaben, das in der Einheitsgemeinde Kalbe, die seit 2010 besteht, umgesetzt wird.