Kalbe l Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspin- ners - ein Schädling, dessen mit Widerhaken behaftete Brennhaare allergische Reaktionen auslösen können, – in der Einheitsgemeinde Kalbe ist vorgesehen, dass für 2020 insgesamt 10.000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Allerdings erfolgt die Haushaltslesung erst noch. „Inwieweit die geplante Summe tatsächlich so in den Haushalt aufgenommen wird, ist noch offen“, berichtete Karsten Ruth, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Kalbe, auf Volksstimme-Anfrage.

Wie im vorigen Jahr solle auch 2020 die vom Stadtrat bereits festgelegte Regel gelten, dass der Schädling nicht flächendeckend, sondern an „sensiblen Punkten, also dort, wo viele Menschen zusammenkommen“, so Ruth, bekämpft werde. Das Besprühen der befallenen Bäume soll also beispielsweise an Spielplätzen, Kreuzungen, an Schulen und Kindergärten erfolgen. Dies ist eine Praxis, die die Kommune seit Jahren ausführt. Die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gehe nun ins sechste Jahr, so der Bürgermeister. Eine flächendeckende Bekämpfung sei für die Kommune aber „nicht leistbar“, fügte er hinzu.

Maßnahmen am Radwanderweg

Neben der Schädlingsbekämpfung in besonders sensiblen Bereichen sind auch Maßnahmen entlang der Milde-Biese-Aland-Radwanderroute vorgesehen. Dieser touristisch erschlossene Radwanderweg müsse dringend geschützt werden, erklärte der Bürgermeister.

Auch private Haushalte sollen zudem wieder die Möglichkeit erhalten, sich mit in die Maßnahme einzubringen, indem sie die befallenen Bäume auf ihren Grundstücken mit besprühen lassen. Das ist für sie nämlich kostengünstiger als eine Einzelmaßnahme. Die Kommune bleibt aber auch 2020 unterhalb der Bagatellgrenze von mindestens fünf Euro je Einwohner, die für eine Unterstützung durch das Land erreicht werden müsste. Im Fall der Einheitsgemeinde Kalbe wären das mehr als 37.000 Euro. Eine Summe, die nicht zur Verfügung steht.