Brunau l Es hat geregnet. Und dann zeigte sich wieder, was die Anwohner der Beeser Straße in Brunau seit Monaten ärgert. Wasser stand in einer Mulde zwischen der Fahrbahn und dem Bürgersteig. „Dort sind nur Pfützen, Sand, Schotter und etwas Wildwuchs“, berichtete eine Anwohnerin (Name der Redaktion bekannt) im Volksstimme-Gespräch. Wie sie mitteilte, erfolgten im Frühjahr/Sommer dieses Jahres Auskofferungsarbeiten an diesem Grünstreifen. Aber nach Ansicht der Anwohner wurde das Problem durch die Arbeiten nur noch schlimmer gemacht. „Vorher gab es da auch Pfützen, wenn es geregnet hatte, aber jetzt bilden sich dort richtige Seen. Die Pfützen sind tiefer geworden.“ Hübsch anzusehen sei dieser Bereich der Straße jedenfalls nicht, so die Brunauerin.

Die Anwohnerin wandte sich an die Stadtverwaltung in Kalbe mit der Bitte, sich dieser Problematik anzunehmen. Und das tat das städtische Bauamt auch. Da es sich bei der Beeser Straße um eine Landesstraße (L 15) handelt, ist die Stadt für diese aber nicht zuständig. „Das ist alles nicht Sache der Kommune. Wir dürfen nur nachfragen“, äußerte Bauamtsmitarbeiterin Kerstin Schulz. Für die erfolgten Maßnahmen in Brunau zeichne die Straßenmeisterei in Salzwedel verantwortlich.

Geht nicht um Schönheit

"Dort sind keine Pfützen, sondern das ist eine Entwässerungsmulde“, stellte Gabi Obermüller, Leiterin der Straßenmeisterei, klar. Die tiefe Mulde dort sei gewollt. Die Arbeiten hätten nämlich dazu gedient, eine Entwässerungsmulde zu schaffen, die das Regenwasser ableite und versickern lasse, denn einen Regenwasserkanal oder ein anderes Ableitsystem gebe es vor Ort nicht. Dass nach Regenfällen Wasser in der Mulde stehe, sei demnach normal und so gewollt. Da im Moment kein Rasen dort angesät sei – das solle aber noch erfolgen –, sehe diese Mulde derzeit nicht ansprechend aus, räumte Obermüller ein. „Aber nach Schönheit geht es hier nicht. Es geht ums Entwässern.“

Die Mulde musste wieder hergestellt werden, weil ihre Funktion nicht mehr gewährleistet war. Fahrzeuge fuhren drüber, parkende Autos und auch Zusteller hielten auf dieser Mulde. Nach und nach war von dieser kaum mehr etwas zu sehen. Da die Mulde abflachte, breitete sich das Regenwasser über die Fahrbahn aus. Abhilfe musste geschaffen werden. So musste die Entwässerungsmulde von der Straßenmeisterei wiederhergestellt werden. „Sie ist zum Entwässern da. Nicht zum Drüberfahren oder Parken“, so Obermüller weiter.

Rasen soll angesät werden

Wie die Leiterin der Straßenmeisterei mitteilte, werden Mitarbeiter in der nächsten Woche die Entwässerungsmulde vor Ort in Augenschein nehmen. Zwischenzeitlich erfolgten dort nämlich auch Tiefbauarbeiten im Zuge der Verlegung von Fernwämerohren. So soll überprüft werden, ob durch diese Arbeiten Schäden an der Mulde entstanden sind und die Firma gegebenenfalls nachbessern muss. Wenn alles in Ordnung ist, soll noch in diesem Jahr eine Rasensaat erfolgen.