Ipse l Eigentlich sollte das Projekt schon im vorigen Jahr realisiert werden, im Luther-Jahr 2017: der Reformationsradweg, der Kirchen in der Altmark miteinander verbindet. Allerdings seien die Bearbeitungszeiten der Fördermittelanträge doch länger gewesen als zunächst angenommen. „Deshalb hängen wir ein wenig hinterher“, sagte der Vorsitzende des Vereines Ipse excitare, Tilo Mottschall, als Initiator des Projektes. Allerdings sei das nicht weiter schlimm, „denn die eigentliche Reformation erreichte die Altmark ja auch erst ein paar Jahre später“, so Mottschall.

Leader-Fördermittel wurden bewilligt

Unterdessen hat der Verein die beantragten Fördermittel über das Leader-Programm in Höhe von etwa 40.000 Euro bewilligt bekommen. Und nun kann es los gehen.

Vor kurzem habe eine Versammlung mit den beteiligten Kirchengemeinden stattgefunden. Die Gemeinden hätten nun bis zum 28. Februar Zeit für „ihre finalen Zusagen und Entscheidungen“, so Mottschall. Insgesamt stünden bisher 22 Kirchen auf der Liste. Geplant sei, den Radweg im Rahmen des Läutegottesdienstes am 11. März in der Ipser Kirche zu eröffnen. Dort soll dann das erste Thesenschild enthüllt werden. Danach soll es zur Weteritzer Kirche gehen – je nach Witterung mit dem Fahrrad. Dort wird das zweite Thesenschild stehen. Bis Oktober dieses Jahres sollen dann alle 22 Kirchen mit Thesenschildern ausgestattet sein.

Galerie für Ausstellungen

Der Verein Ipse excitare plant ein zweites Großprojekt und hofft dabei auch auf Leader-Fördermittel. Ipser Kirchengalerie ist der Titel des Projektes. Damit wird ein besonderes Vorhaben zusammengefasst, denn geplant ist der Einbau einer neuen und begehbaren Kirchendecke. Dort soll unter anderem Künstlern ein Ausstellungspodium geboten werden. Zugleich werde das Dorfzentrum Kirche räumlich nutzbar vergrößert.

In diesem Rahmen sollen auch die im vorigen Jahr erst entdeckten, rund 500 Jahre alten Deckenmalereien wieder fachgerecht auf ihrem Originalplatz, nämlich an der Kirchendecke, angebracht werden. Die Malereien auf Holz wurden unter der Regie der Restauratorin Helma Konstanze Groll von Studentinnen im Sommer 2017 gesichert.

Die Kosten für das Kirchengalerie-Projekt werden auf etwa 160.000 Euro geschätzt. Leadermittel wurden beantragt. Auf der Prioritätenliste der Leader-Arbeitsgemeinschaft Colbitz-Letzlinger Heide für 2018/2019 steht das Vorhaben auf einem aussichtsreichen dritten Platz. Weitere Mittel wurden bei der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und beim Kirchenkreis Salzwedel beantragt.

Der Verein Ipse excitare ist noch ein junger Verein. Gegründet wurde er 2016. Der Verein setzt seine Schwerpunkte unter anderem in der Etablierung der kleinen Dorfkirche als kulturelles Zentrum von Ipse mit Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Brauchtum. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Erhalt und die Sanierung der Dorfkirche.