Gardelegen l Es ging um die Qualität der Erziehungsarbeit in Kindertagesstätten: In insgesamt sechs Tagesveranstaltungen beschäftigten sich die Leiterinnen der Gardeleger Kindereinrichtungen in den vergangenen zwei Jahren umfassend mit diesem Thema. Gemeinsam mit Norbert Vollmer, Gymnasiallehrer in Salzwedel und zertifizierter Fortbildungsreferent des Landes Sachsen-Anhalt erarbeiteten sie ein Qualitätsmanagement für Kindertageseinrichtungen in der Einheitsgemeinde Gardelegen.

Mit Freude konnte Vollmer nun am Dienstagnachmittag allen 24 Seminarteilnehmern – 23 Damen und ein Herrn – die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme bescheinigen. Im Gardeleger Rathaussaal übergab der Referent allen die Zertifikate.

Engagierte Erzieher

Er sei während der gemeinsamen Zeit auf sehr interessierte und engagierte Erzieher getroffen, lobte Vollmer im Gespräch mit der Volksstimme. Denn die Leiter der 21 kommunalen und drei freien Einrichtungen hatten während der Tagesseminare stets auch ihre eigenen Erfahrungen, Vorschläge und Ideen in das neue Konzept eingebracht.

„Und es gab auch durchaus mal Widerspruch für manche Vorschläge“, betonte der Referent. Denn was für die eine Einrichtung langerprobt und für gut befunden worden sei, müsse nicht zwingend in einer anderen ebenso funktionieren. „Es war ja kein Wettkampf“, machte Vollmer klar, „dafür sind die Ausgangssituationen ja auch viel zu unterschiedlich.“

Ein Beispiel dafür sei die Gestaltung des Außenbereiches. Für einige Einrichtungen sei dabei eine räumliche Trennung nach Altersgruppen eine gute Lösung. Andere hätten betont, dass bei ihnen eine gemeinsame Betreuung und ein gemeinsames Spiel der Kinder gut funktioniere, erläuterte Vollmer.

Erste gemeinsame Programm

Ein gemeinsamer Konsens fand sich jedoch grundsätzlich immer. So entstand auf der Grundlage des neuen Bildungsprogrammes des Landes Sachsen-Anhalt und des Kinderförderungsgesetzes (KiFöG) das erste gemeinsame Programm für alle Einrichtungen.

Und das gibt den Pädagogen nun nicht nur eine Leitlinie, sondern auch viele ganz praktische Handlungsanleitungen an die Hand.

So wurden in den zwei Jahren gemeinsam unter anderem Formblätter erarbeitet, die nicht nur theoretisch, sondern durchaus ganz praktisch den Alltag der Erzieher erleichtern sollen. Protokolle finden sich ebenso in dem umfangreichen Konzept, wie verschiedene Vorbereitungsbögen oder Dokumentationsanleitungen für Themen wie zum Beispiel für alle Bereiche der Eingewöhnungsphase.