Genthin l Nachdem die Laienschauspieler des Genthiner Amateurtheaters (gat) im vergangenen Jahr aufgrund des Rosenmontagswochenendes ihre Valentinade aussetzten, wollen sie 2016 traditionsgemäß wieder angreifen. Im Zentrum des angekündigten Theaterspektakels für Liebende, Verliebte und solche, die es noch werden wollen, steht anlässlich seines 440. Todestages der Fastnachtspiel-Autor Hans Sachs. Der Nürnberger war in seiner Zeit ein Meister seines Fachs, zudem Schuhmacher und Poet zugleich. Das gat möchte ihn mit dem Programm, in dem Volksstücke zu sehen sein werden, von dem einige inzwischen 90 bis 100 Aufführungen erlebt haben, ehren. Seit 1992 widmen sich die Akteure den Stücken von Autor Sachs, weil sie in ihrer Aktualität unvergänglich sind. Insgesamt brachte das gat bisher neun der Fastnachtspiele auf die Bühne. Sieben gehören bis heute zum Repertoire der Laienschauspieler und sind immer wieder sehens- und erlebenswert.

Der 1494 in Nürnberg geborene Spruchdichter Sachs gilt als einer der bedeutendsten und auch berühmtesten Meistersinger in der bürgerlichen Kultur des 16. Jahrhunderts. Er schrieb über 6 000 Stücke, teils weltlichen, teils geistlichen Inhalts. In seinen komischen und tragischen Stücken greift er auf biblische, klassische und mittelalterliche Werke zurück. Für die Valentinade schien den Amateurdarstellern das Ambiente des Roßdorfer Lehnshofes am besten geeignet, um das Publikum zu empfangen. Unter dem Titel „Wer liebt, hat doch immer recht“ gibt es am Sonnabend, 13. Februar, neben Schauspielerischem auch Versorgung für das leibliche Wohl mit einem Buffet. Start ist um 19.30 Uhr. Der Einlass beginnt um 18 Uhr. Karten im Lehnshof unter 0 39 33/948 64 00.