Tucheim l „Wir sind begeistert“, entfuhr es Anja und Lars Hornemann sowie Kristin und Marco Schröder fast aus einem Munde, als sie auf die vollbesetzten Bankreihen auf dem Hof der Feldstraße 18 blickten. „Heute ist die ganze Straße auf den Beinen.“ Zum zweiten Mal hatten die Familien ein Fest mit aktuellen und früheren Bewohnern der Feldstraße organisiert, und diesmal waren mit 85 Teilnehmern sogar noch mehr Menschen vor Ort, als bei der ersten Aktion vor fünf Jahren. Dass so viel Zeit zwischen den Veranstaltungen vergangen ist, sei einfach der Tatsache geschuldet, dass die Feldstraßenbewohner erst einmal unter einen Hut gebracht werden müssen. Entstanden sei die Idee einst beim „Lebendigen Adventskalender“, der damals bei Bernd Blume stattgefunden hatte. „Wir haben gesagt, so eine Feier, mit allen, die mit unserer Straße verbunden sind, müssten wir mal machen“, erinnert sich Marco Schröder. Schon damals seien die Generationen zusammengebracht worden. Auch diesmal kamen Alt und Jung zusammen.

Der Älteste in der Runde war der 79-jährige Ottmar Blume und der Jüngste war der einjährige Johannes Degen. Für die Besucher hatte der Tag, ganz unterschiedliche Aspekte.

Ins Gespräch kommen

„Im Alltag ist man manchmal so kurz angebunden, dass man gar nicht weiß, wer hier alles wohnt, heute kann man endlich einmal ins Gespräch kommen“, fand Susanne Degen. „Es ist einfach ein schönes Fest und es ist gut, dass man Leute aus der Nachbarschaft treffen und mit ihnen feiern kann“, fand etwa Heinz Schnorrer, der sich im Vorfeld als tatkräftiger Unterstützer der Veranstaltung bewiesen hatte und etwa die Sitzgelegenheiten transportierte. Insgesamt seien viele helfende Hände im Vorfeld im Einsatz gewesen, um das Fest auf die Beine zu stellen.

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Außerdem wurden eine Reihe von Spielen vorbereitet, damit es niemandem langweilig wurde. Unter anderem waren 25 Schüsseln mit Nudeln aufgestellt, denen Namen zugeordnet werden sollten. Eine schwierigere Aufgabe, als es zunächst schien. Denn zu welcher Nudel sollten so klangvolle Namen wie „Farfalle, Linguine, Pappardelle oder Vermicelli“ zugeordnet werden.

Viel Spaß beim Ballon steigen

Beim Raten und Knobeln hatten die Straßenbewohner ihren Spaß. Genau so wie beim Bierkrugschieben auf einer gewässerten Holzbahn. Schwierigkeit war hier, den Krug so weit wie möglich auf der Bahn zu schieben, ohne dass er am Ende über die Kante in den Auffangbehälter fiel. Natürlich hatten die Teilnehmer am meisten Spaß, wenn der Krug ins Wasser platschte. Höhepunkt am frühen Abend war aber ein anderer Wettbewerb. Gemeinsam ließen die Feldstraßenbewohner mehr als 30 heliumgefüllte Ballons in den Himmel steigen. „Jeder Ballon hat eine Adresskarte, mal sehen woher wir Antwort bekommen“, meinte Marco Schröder. Er hatte einen Staffelstab vorbereitet, der an den nächsten Ausrichter des Feldstraßenfestes übergeben werden soll. Vielleicht ist nach dem erfolgreichen Abend jemand bereit. „Wir hoffen, nicht erst in fünf Jahren“, meinten die Anwesenden.