Fahrradfreundliche Stadt

Genthin will fahrradfreundlicher werden und setzt auf gute Ausschilderung

Genthin (is)

Genthin hat sich auf den Weg gemacht, fahrradfreundlicher zu werden. Kommunen des Landkreises Stendal sowie die nördlichen Kommunen des Landkreises des Jerichower Landes haben gemeinsam ein radtouristisches Netz entwickelt und dafür die Beschilderung nach einem sogenannten Knotenpunktsystem angebracht. „Radeln nach Zahlen“ wird dieses System auch genannt. Auf den aufgestellten Umgebungskarten sind neben den Wegen auch Nummerierungen eingezeichnet. Diese finden sich auf den Schildern an Straßenkreuzungen wieder und erleichtern Radfahrern und Wanderern die Orientierung. Im Genthiner Stadtgebiet und in den Ortsteilen der Einheitsgemeinde wurden nach diesem System 67 Zielwegweiser, 84 Zwischenwegweiser, 47 Routenwegweiser und 84 farbige Routenplaketten platziert. Die Standorte für die Ausweisung der Radwege befinden sich unmittelbar in den Orten, in der Natur, aber auch straßenbegleitend. Das dazugehörige Radwegenetz erstreckt sich über die gesamte Einheitsgemeinde. Die Kosten für diese Maßnahme betrugen zirka 19.600 Euro, die mit zirka 15.680 Euro über das Leader-Programm gefördert wurden. Die Stadt Genthin steuerte einen Eigenanteil in Höhe von 3920 Euro bei.

Darüber hinaus strebt die Stadt Genthin derzeit eine Mitgliedschaft in der sachsen-anhaltischen Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundliche Kommune“ an. Der Verbund hat sich die Verbesserung der Infrastruktur für Radler auf die Fahnen geschrieben und wird dabei vom Land finanziell unterstützt. Parallel zu den Aktivitäten der Kommune initiiert die CDU-Fraktion des Genthiner Stadtrates die Gründung eines Arbeitskreises „Rad- und Gehwege“. Die Gründung eines solchen Arbeitskreises ist Thema auf der Sitzung des Bauausschusses am Montag.