Agrargenossenschaft

Heidelbeeren in Hohenseeden verzücken Besucher

Nach einem Jahr Pause konnte am Sonnabendnachmittag an der Heidelbeeranlage der Agrargenossenschaft Hohenseeden-Parchen wieder das beliebte Heidelbeerfest stattfinden. Trotz hoher Temperaturen um die 30 Grad Celsius kamen viele Besucher.

Von Bettina Schütze 26.07.2021, 05:15
Dicke blaue Beeren luden die Besucher förmlich zum Pflücken ein.
Dicke blaue Beeren luden die Besucher förmlich zum Pflücken ein. Foto: Bettina Schütze

Hohenseeden - „Das ist ein tolles Fest für Jung und Alt“, verabschiedete sich eine glückliche Besucherin mit ihrer Familie. Sie hatte wie viele andere auch zuvor ihr Behältnis auf der neuen Anlage mit dicken Heidelbeeren gefüllt. „Die sind wirklich lecker“, freute sich ein anderer Gast angesichts seines vollen Behältnisses. Selbst pflücken konnten die interessierten Besucher in diesem Jahr auf der neuen Anlage. Die vierjährigen Sträucher hier waren voller dicker Beeren. Kein Besucher musste sein Kommen bereuen. Und die Gäste kamen nicht nur aus dem Jerichower Land.

Ob bei jemandem zu Besuch oder einfach nur durch das Hinweisschild an der B 1 angelockt, machten auch Gäste unter anderem aus Magdeburg, Potsdam-Mittelmark, Goslar, Wolmirstedt, Zerbst, Dortmund, Erfurt, Gelsenkirchen und Bielefeld Halt an der Heidelbeeranlage. Hier stehen rund 20 000 Sträucher. Aktuell wurden zum jetzigen Zeitpunkt schon mehr Heidelbeeren geerntet als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

Heidelbeeren in verschiedenen Formen

Doch nicht nur das Pflücken der blauen Vitaminspender war Grund, zum Heidelbeerfest zu kommen. Denn die Heidelbeeren gab es auch in anderen Varianten zu verköstigen. So zum Beispiel als Heidelbeerkuchen. Die ersten Besucher waren schon lange vor Beginn auf ihren Plätzen. „Beim letzten Heidelbeerfest war ich nach 15 Uhr da und da war der Kuchen schon alle. Deshalb sind wir diesmal früher hier“, sagte eine Besucherin und holte sich fix ihren angesprochenen Kuchen.

Doch nicht nur der leckere Heidelbeerkuchen lud zum Verweilen an den Tischen ein. Auch Bowle, selbst gemachter Fruchtaufstrich, Grillspezialitäten, Eis sowie Kaffee wurden angeboten. Aber auch der Heidelbeersaft, Heidelbeerwein oder Heidelbeerlikör fanden ihre Abnehmer.

Abstammung von amerikanischer Heidelbeere

Die in Hohenseeden angebauten Kulturheidelbeeren stammen nicht von der eurasischen Heidel- oder Blaubeere ab, sondern sind Züchtungen der amerikanischen Heidelbeere. Der auffälligste Unterschied zwischen den beiden Sorten ist, dass die wasserlöslichen Pflanzenfarbstoffe bei der amerikanischen Heidelbeere lediglich in der Schale vorkommen, was für ein helles Fruchtfleisch sorgt. Deshalb färben sich Mund und Zähne nicht mehr rot bis blau. Außerdem sind Kulturheidelbeeren deutlich größer als ihre wilden europäischen Verwandten.

Die erste Hohenseedener Heidelbeerernte erfolgte erst 2010. Eine Daueranlage ist für rund 20 Jahre geplant. Dann müssen die Pflanzen ausgetauscht werden. Die Erntezeit der Heidelbeeren schließt an die der Erdbeeren an.

Die Behältnisse waren schnell voll. Dann mussten sie nur noch gewogen werden.
Die Behältnisse waren schnell voll. Dann mussten sie nur noch gewogen werden.
Foto: Bettina Schütze