Festival

Im Kloster Jerichow wird wieder geswingt

In zwei Wochen wird es wieder lässig jazzig in der Klosteranlage Jerichow. Zehn Ensembles und Einzelkünstler spielen an drei Tagen und Nächten zwischen Backsteinmauern und Elbwiesen Jazz in allen Genres und vielen Variationen. Karten sind noch zu haben.

Von Thomas Skiba
Jazzmusik erklingt wieder im Kloster Jerichow.
Jazzmusik erklingt wieder im Kloster Jerichow. Archivfoto: Thomas Skiba

Jerichow - Nach dem Erfolg 2019 und der erneuten Darbietung der Klosteranlage Jerichow als „klingendes Kloster“, geht das internationale Festival „Jazz im Kloster“ nun in die dritte Runde. „Wir haben uns zu einem Jazz-Standort etabliert, der auf viele Künstler Eindruck macht und die gern hier auftreten wollen“, sagt der künstlerische Leiter der Stiftung Kloster Jerichow, Marco Reiß.

Zahlreiche Firmen, Vereine und Privatpersonen unterstützen auch in diesem Jahr das künstlerische Engagement mit kleinen und großen Spenden und ermöglichen, dass das Licht auf dem kulturellen Leuchtturm inmitten der Elbauen auch weiterhin leuchtet.

Lateinamerikanische Klänge mit Starschlagzeuger

Am Freitag, den 13. August, erklingen die ersten Töne. Das Festival startet mit einem Konzert des Giorgio Crobu Trios aus Italien, gefolgt von lateinamerikanischen Klängen mit dem Quartett um den argentinischen Starschlagzeuger Topo Gioia.

Highlight des Abends wird das Debüt der „Swingin' Hermlins“ sein, die den amerikanischen Swing der 1920er und 1930er Jahre nicht nur akustisch, sondern auch optisch authentisch präsentieren werden.

Zu den herausragenden musikalischen Ereignissen des Festivals gehören zudem die Konzerte mit dem Ausnahmetrompeter Till Brönner, der bereits zum dritten Mal vor der malerischen Kulisse des Klosters spielen wird.

Till Brönner angekündigt

Diese Mal nicht in kleiner Besetzung, sondern mit großem Ensemble. Dadurch, so versprechen die Veranstalter, soll „der typische satte Till-Brönner-Sound“ am Sonnabend gegen 20 Uhr durch die Weiten des Klostergartens fluten.

Im Vorfeld stimmen mehrere Künstler-Ensembles auf den Sonnabendabend ein: die Magdeburger Formation „4Steps“ mit funky Jazz, die Jazzconnection Sachsen-Anhalt, die Klassik mit Jazz verschmelzen lässt, sowie Lukasz Pawlik & Band aus Polen bilden die Bandbreite des Jazz ab. Letzterer reichert spontane Jazz-Improvisationen mit dem Sound der 80er und 90er Jahre und mit modernen elektronischen Möglichkeiten an.

Nach dem beliebten Jazzgottesdienst in der Klosterkirche steht am Familiensonntag Astrid Lindgrens Klassiker „Pippi auf den sieben Meeren“ auf dem Programm. Das Potsdamer Theater Poetenpack würzt zum wiederholten Male die beliebte Geschichte um Pippis aufregende Schiffsreise mit viel Musik.

Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt ist mit dabei

Beschlossen wird das diesjährige Festival vom Jugendjazzorchester Sachsen-Anhalt, das auch in den beiden vergangenen Ausgaben für wippende Füße, schnipsende Finger und Standing Ovations auf der Klosterwiese gesorgt hatte.

Das auf drei Jahre angelegte Konzeptes „Jazz im Kloster“ konnte zudem um ein Jahr verlängert werden, da die Veranstaltung 2020 rein aus Spenden und Eintrittsgeldern finanziert werden konnte und somit geplante Fördermittel für 2022 zur Verfügung stehen. Der sogenannte lange Atem, den man braucht, um ein neues Format fest zu etablieren, sei damit gesichert, so die Organisatoren.