Hohenseeden l In den letzten Wochen herrschte schon reges Treiben am Standort der neuen Kindertagesstätte. „Die Trink- und Abwasserleitungen sind verlegt worden“, so Gemeindebürgermeisterin Nicole Golz. Mit dem Vergabegespräch sind nun die Weichen für den Baustart gelegt worden. Wenn alles planmäßig läuft, kann Ende Juni der Baustart erfolgen.

Vier Vorschläge

Die Gemeinde Elbe-Parey konnte im vergangenen Jahr aus vier Vorschlägen von Planungsbüros auswählen. Der Gemeinderat hatte sich im Mai 2018 mehrheitlich für den Neubau ausgesprochen. Die neue Einrichtung soll Platz für 15 Krippen- und 25 Kindergartenkinder bieten. Damit könnten auch Engpässe in anderen Kindertagesstätte der Gemeinde abgefedert werden. Den Adventkindergarten in Hohenseeden besuchen rund 25 Mädchen und Jungen.

Die Kita soll auf dem Grundstück „Denkmal“ an der Schattberger Straße errichtet werden. Auf dem geplanten Baufeld standen 33 Lindenbäume. Bedingung der Gemeindeverwaltung war es, dass so wenig wie möglich Bäume gefällt werden. Der Neubau muss sich also in das Baufeld einpassen.

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Wichtigstes Argument im Vorfeld war, dass die Kapazitäten in Hohenseeden nicht mehr ausreichend sind. Mehr als 20 Mädchen und Jungen müssten in anderen Kitas untergebracht werden. Auch der finanzielle Aspekt spiele eine Rolle. Außerdem habe es zu viele Probleme in der Verständigung mit dem Träger des Adventkindergartens gegeben. Im Vorfeld waren mehrere mögliche Standortvarianten begutachtet worden. Dabei hatte sich herausgestellt, dass es keine sinnvolle Alternative zu dem ausgewählten Grundstück gebe.

Barrierefreies Gebäude

Gegen den Neubau in Hohenseeden gibt es auch Widerstand. Dem Gemeinderat war eine Liste mit 331 Unterschriften vorgelegt worden, die sich gegen die Pläne aussprechen. Dabei geht es um den Standort der neuen Kita sowie darum, ob eine Ortschaft wie Hohenseeden zwei

Geplant ist ein eingeschossiges, barrierefreies Gebäude, mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss. Das Gebäude gliedert sich in vier Bereiche. Dem Eingangsbereich sind alle zentral notwendigen Räume angegliedert, daran schließt im Norden der Krippenbereich für 15 Kinder und im Süden der Kindergartenbereich für 25 Kinder an. Im ausgebauten Dachgeschoss befindet sich der Personalbereich. Pro Krippenkind ist ein Bereich von 3 Quadratmetern im Aufenthaltsbereich und 1,5 Quadratmetern im Schlafbereich geplant. Bei den Kindergartenkindern liegt das Platzverhältnis bei vier Quadratmetern im Aufenthaltsbereich und 1,8 Quadratmetern im Ruhebereich. Die Sanitärbereiche liegen in Nähe zu den Gruppenräumen. Jeder Gruppenraum verfügt über einen direkten Ausgang zum Außengelände. Die Kosten liegen bei rund 1,3 Millionen Euro. Wenn die Bauarbeiten Ende Juni beginnen, wird das Grundstück mit Bauzäunen verschlossen. Dann ist auch kein Durchlaufen mehr möglich.