Genthin/Schramberg l Verena-Ramona Volk, in Genthin als Sammlerin und Besitzerin von mehr als 3200 Modellautos der Firma Wiking bekannt, hat ihre Ankündigung wahr gemacht und die Sammlung verschenkt.

Autos gehören der Stadt Schramberg

„Mitte August haben wir die Autos in meine Geburtsstadt nach Schramberg im Schwarzwald gebracht“, berichtet Volk. Auch ein Schenkungsvertrag mit dem Schramberger Oberbürgermeister Thomas Herzog wurde unterschrieben. „Somit bin ich ab sofort nicht mehr Besitzerin der Autosammlung“, stellt Volk im Gespräch mit der Volksstimme fest.

Das bedeutet, dass es Ausstellungen wie 2014 im Genthiner Kreismuseum oder 2016 im Jerichower Kloster, im Jerichower Land nicht mehr geben wird. Verena-Ramona Volk hat die Autos im Auto- und Uhrenmuseum Schramberg übergeben.

Fülle von Projekten

Wie die umfangreiche Wiking-Modellautosammlung künftig präsentiert wird, war seitens der Stadt Schramberg noch nicht zu erfahren. Nur soviel verriet Stadtsprecherin Susanne Gorgs-Mager: „Wir freuen uns sehr über diese Schenkung, allerdings hat sie aufgrund der Fülle anderer Projekte und der Urlaubszeit nicht erste Priorität.“

Dennoch, dass die Sammlung nun einen neuen Eigentümer hat, kann Verena-Ramona Volk durchaus als Erfolg verbuchen. 2014 gab es eine viel beachtete Ausstellung im Genthiner Museum, die in drei Monaten von rund 800 Besuchern angesehen wurde. Privatleute spendeten weitere Modelle. Nach dem Ende der Schau übergab Verena-Ramona Volk die Sammlung der Stadt Genthin.

Auch Eisenbahn verschenkt

Zwar wurden die Kisten mit den Modellfahrzeugen danach im Rathaus eingelagert, aber eine vorbereitete Schenkungsurkunde nicht unterzeichnet. Auch weil Volk darin zur Auflage machte, die Fahrzeuge dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, worauf sich die Stadt nicht einlassen konnte. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Sammlerin endete nach einer von Volk initiierten Ausstellung in Jerichow, nach der sie die Sammlung wieder an sich nahm.

Möglicherweise kommt nun alles zu einem versöhnlichen Abschluss, da seitens des Schramberger Museums vorsichtig Sonderausstellungen mit den Modellautos angedacht sind.

Noch eine gute Nachricht hat Volk: „Auch meine Eisenbahnanlage Märklin, Spur Z, hat das Schramberger Museum übernommen.“ Sollten die Exponate ausgestellt werden, so kündigte die jetzige Stendalerin Volk an, würde sie in ihrer Geburtsstadt vorbeischauen und über die Präsentation berichten.