Genthin l Große Aufregung herrschte bei den Schülern der siebten Klassen am Dienstagnachmittag. So verinnerlichten alle Teilnehmer nochmals ihre Ballade , mit der jeder Einzelne schon beim Vortragen in seiner Klasse überzeugt hatte.

Die Jury bestand aus Birgit Neumann, Anke Held, Peter Hartwich und Christoph Grabinski. Aber auch der Vorsitzende des Fördervereins Sebastian Eckold war anwesend, um sich von den Talenten zu überzeugen.

Bevor es richtig losging, ergriff Lehrer Peter Hartwich das Vorwort: „Ich bin froh, dass sich einige Schüler noch für Lyrik begeistern können. Ich weiß, dies ist mittlerweile eine Nische geworden. In den bereits geleisteten Vorträgen steckt viel Empathie, Begeisterung und Kreativität, in welchem Ausmaß ich sie lange nicht gesehen habe.“

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Jeder der acht Teilnehmer durfte einen Gast mitbringen.

Insgesamt mussten die Schüler eine selbst gewählte, aber auch eine unvorbereitete Ballade vortragen. In diesem Jahr wurde dafür „Der Maulwurf muss weg“ von Hans Scheibner für die Schüler ausgewählt. Per Losverfahren wurde die Reihenfolge bestimmt. So war die erste Teilnehmerin Emma Heinrich mit ihrer Ballade „Im Zeichen des Todes“ von Theodor Storm.

Als Zweite folgte Henrike Teske mit „Das Schloss am Meere“ von Ludwig Uhland und anschließend der einzige Junge in diesem Jahr, Karl Herm, mit „Der Handschuh“ von Friedrich Schiller. Emma Lendner trug mit „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang Goethe einen weiteren Klassiker vor, genauso wie Lena Jackisch und Sarah Müller. Joy Vegelahn, die fünfte Teilnehmerin, rezitierte „John Maynard“ von Theodor Fontane. Abschließend rezitierte Sophia Wawers nochmals Fontanes Ballade.

Nach allen Vorträgen zog sich die Jury für eine kurze Beratung zurück. In dieser Zeit hatten die Schüler die Möglichkeit, den unvorbereiteten Text einzusehen und vorzubereiten.

Nach den spannenden und abwechslungsreichen Vorträgen der zweiten Runde fällte die Jury Ihr Gesamturteil.

Zwei zweite Plätze

Vorab wurden alle Teilnehmer für ihre Textsicherheit und ihre Kreativität gelobt. Allerdings musste sehr auf die Unterschiede geachtet werden, wie die Stimmdifferenz oder Haltung. So belegte Joy Vegelahn den dritten Platz. Aufgrund der zahlreichen Diskussionen der Jury wurden zwei zweite Plätze gekürt. Dies war zum einen Sophia Wawers, bei der Deutsch- und Musiklehrerin Anke Held Gänsehaut bekam, und zum anderen Emma Heinrich, die durch ihre besonders lange Ballade und ihre sehr guten Leistung im zweiten Teil überzeugen konnte.

Siegerin des Balladenwettstreits ist Emma Lendner, die mit ihrer spritzigen und lebendigen Vortragsweise sofort alle Jurymitglieder überzeugte.

Einen Preis in Form von Buch und Urkunde nahmen alle Teilnehmer mit nach Hause.