Schachdorf Ströbeck l Die Geschichte des Schachmuseums Ströbeck ist eng mit dem Namen Josef Cacek verbunden. Der frühere Lehrer wurde für seine Verdienste vor 20 Jahren besonders geehrt, er wurde Ehrenbürger der Gemeinde. Aus diesem Anlass besuchten Ortsbürgermeister Jens Müller (SPD) und Halberstadts Oberbürgermeister Andreas Henke (Die Linke) gemeinsam mit Vertretern des Schachvereins den 83-Jährigen.

Jens Müller hob dabei hervor, dass sich Josef Cacek der Schachtradition verschrieben und Ströbeck ihm viel zu verdanken habe. Oberbürgermeister Henke wünschte dem Jubilar ebenfalls alles Gute und dankte für die langjährige ehrenamtliche Arbeit.

Im Schachsport aktiv

Josef Cacek kam nach dem Lehrerstudium nach Ströbeck, verlor aber anfangs jedes Schachspiel gegen die Einheimischen, wie er sich erinnerte. Das spornte an. Als Autodidakt baute er seine Fähigkeiten aus und erarbeitete Pläne für den Schachunterricht in der Schule, dessen Tradition auf das Jahr 1823 zurückreicht. Auch im Schachsport war er später aktiv dabei, führte Mannschaften zum Erfolg.

Das Lebendschachensemble wurde unter Leitung von Cacek aktiviert und bekam überregional Aufmerksamkeit. Daneben sammelte die Familie allerlei Utensilien zur Ströbecker Schachgeschichte. In den 1980er Jahren konnten die Pläne für ein Schachmuseum im Nebengebäude des Schachturmes umgesetzt und zum Schach- und Heimatfest 1991 die Ausstellung eröffnet werden. Die Vielzahl der Exponate sprengte bald die räumlichen Möglichkeiten. So kam es zum Umzug in das sanierte alte Rathaus.

Seine Erfahrungen in der ehrenamtlichen Arbeit gibt Josef Cacek gern weiter, so auch in den Niederlanden, wo er bei der Gründung des Vereins der Kulturdörfer Europas dabei war.