Halberstadt l Maschinengewehre, Explosionen, Schreie: Vor den Toren Magdeburgs wird der syrische Bürgerkrieg ausgetragen. Für ihren Film „Nur ein Augenblick“ hat die Regisseurin und Drehbuchautorin Randa Choahoud den Truppenübungsplatz Altengrabow in ein Kriegsgebiet verwandelt.

Der Drehort ist ein Glücksfall für die 45-Jährige gewesen – liegt er doch ungewohnt nah an ihrem Zuhause. Halberstadt – hier wohnt die Filmemacherin seit 2016 mit ihrer Familie. Sie sind aus beruflichen Gründen in die Harzer Kreisstadt gezogen, berichtet Randa Choahoud. Nicht für ihren Job –der erfordere es, das sie oft nach Berlin oder Hamburg pendelt – sondern für den ihres Mannes Nicolas Bertrand. „Er ist der Leiter der Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-​Zwieberge“, berichtet die Neu-Halberstädterin.

Zwei Tage vor dem offiziellen Kinostart am 11. August wird „Nur ein Augenblick“ in der Zuckerfabrik gezeigt. „Die erste Premiere seit Corona“, berichtet Kino-Betreiber Pierre Zimny. Eine Feier könne es zwar nicht geben, aber eine Gesprächsrunde mit der Regisseurin sei geplant. „Endlich wieder Kontakt zum Publikum“, sagt diese.

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